60 Prozent der Asylanträge gehen auf Familiennachzug zurück

In Österreich wird der Familiennachzug von Migranten zunehmend zu einer Belastung. Wie aktuelle Zahlen zeigen, wurden 60,2 Prozent der in Österreich gestellten Asylanträge im Rahmen eines Familienverfahrens gestellt.

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60 Prozent der Asylanträge gehen auf Familiennachzug zurück
Insgesamt wurden im ersten Quartal dieses Jahres 12.564 Entscheidungen über Anträge nach dem Asylgesetz getroffen.© IMAGO / Sven Simon

Wien. – Der Familiennachzug nach Österreich war zuletzt besonders stark. Das geht aus der Detailstatistik hervor, die das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) in diesem Monat veröffentlicht und über die die Kronen Zeitung berichtet hat. Demnach wurden in den ersten Monaten 6.992 Asylanträge gestellt, 6.016 davon waren Erstanträge. Wie aus der Statistik hervorgeht, stammen die meisten Asylwerber aus Syrien (4.355), Afghanistan (665) und der Türkei (224). 3.649 Asylwerber sind minderjährig. Davon sind 130 sogenannte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Über die Hälfte der Anträge positiv beschieden

Insgesamt wurden im ersten Quartal dieses Jahres 12.564 Entscheidungen über Anträge nach dem Asylgesetz getroffen. Davon waren 34 Prozent (4.284 Verfahren) negativ. 57 Prozent aller Entscheidungen (7.114 Verfahren) führten zu einer Aufenthaltsgewährung nach dem Asylgesetz. Die restlichen neun Prozent (1.166 Verfahren) wurden als „sonstige Entscheidungen“ kategorisiert.

Wie der Heimatkurier berichtet, ist die Zahl der Anträge auf Erteilung eines Aufenthaltstitels nach § 35 AsylG 2005 besonders hoch: 60,2 Prozent der Asylanträge wurden im Zuge eines Familienverfahrens gestellt. Weit mehr als die Hälfte der Antragsteller sind weiblich – viele davon sind Kleinkinder im Alter von null bis sieben Jahren. 46 Prozent der weiblichen Antragsteller sind erwachsene Frauen – im Vorjahr waren nur 24 Prozent der Asylwerber Frauen. Ein Experte erklärte gegenüber der Kronen Zeitung, dass die gängige Formel sei, dass ein Zuwanderer drei weitere nachziehe. Damit wird der Familiennachzug zu einer immer größeren Belastung. Das zeigen auch andere Zahlen.

FPÖ sieht „sicherheitspolitische Katastrophe“

Kaum ein anderer Staat ist so belastet wie Österreich. Seit 2015 hat das Land mit rund 400.000 Anträgen so viele wie 14 andere EU-Staaten zusammen und mit 190.000 Schutzgewährungen so viele wie 18 EU-Staaten, berichtet die Krone. Auch in Wien scheint man das Problem inzwischen ernster zu nehmen, weshalb die SPÖ nun eine Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge einführen will. Konkret sollen nicht erwerbstätige Personen mit abgeschlossenem Asylverfahren drei Jahre lang in jenem Bundesland leben müssen, in dem ihr Verfahren abgeschlossen wurde.

Unterdessen zeigt sich FPÖ-Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer in einer Aussendung besorgt über die jüngst veröffentlichten Zahlen. „Das ist eine sicherheitspolitische Katastrophe wie sich aus den Kriminalitätsstatistiken unmissverständlich ablesen lässt. Insbesondere bei der Jugendkriminalität sehen wir, die verheerenden Auswirkungen dieser völlig fehlgeleiteten Asyl- und Migrationspolitik“. Wenn sich nicht rasch eine „völliger Schubumkehr“ in der Asyl- und Migrationspolitik abzeichnen sollte, sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich wieder „Heerscharen“ in Richtung Österreich in Bewegung setzen würden, so Amesbauer.

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