„Italien gefällt mir nicht“ – Polizei stoppt Migrantengruppe an Grenze
Nach wie vor versuchen viele illegale Migranten, mit dem Zug nach Deutschland einzureisen. Nun sorgte ein solcher Versuch mehrerer Libyer für Aufregung – insbesondere wegen des angegebenen Einreisegrundes.
In Rosenheim hatten Bundesbeamte die illegalen Migranten gestoppt. (Symbolbild)
© IMAGO / Christian MangRosenheim. – In Rosenheim hat die Bundespolizei fünf libyschen Staatsangehörigen die Einreise nach Deutschland untersagt. Die Männer waren mit dem Zug aus Italien gekommen und mussten ihre Reise an der deutsch-österreichischen Grenze beenden.
Migranten ohne gültige Papiere
Wie die Bundespolizeiinspektion Rosenheim in einer Aussendung mitteilte, verfügte keiner der Libyer über die erforderlichen Dokumente. Die Gruppe wurde zur Dienststelle nach Rosenheim gebracht. Dort erklärte einer der Männer, dass er gemeinsam mit seinen Landsleuten in Deutschland Asyl beantragen wolle.
Bei der Befragung erklärte der Migrant, er wolle unbedingt in Deutschland Asyl beantragen, da ihm Italien nicht gefalle und er von Österreich nichts wisse. Nach Erkenntnissen der Bundespolizei hatte der 42-Jährige die gesamte Reise organisiert: zunächst von Libyen über das Mittelmeer nach Italien und von dort aus bis an die deutsche Grenze. Zudem gab der Mann an, dass er im Übrigen das erste Mal kontrolliert worden sei.
Anzeigen wegen illegaler Einreise
Gegen den 42-Jährigen leitete die Bundespolizei ein Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern ein. Auch seine vier Begleiter erhielten Strafanzeigen wegen illegaler Einreise. Nach Abschluss der Maßnahmen ordnete die Bundespolizei an, dass die fünf Libyer Deutschland verlassen müssten. Die Gruppe wurde daraufhin nach Österreich zurückgewiesen.