Christenverfolgung in Afghanistan: AfD verlangt internationale Maßnahmen

Seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan im August 2021 hat sich die Situation für Christen in Afghanistan verschlechtert. Nach Berichten von Open Doors ist das Land inzwischen das gefährlichste für Christen.

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Christenverfolgung in Afghanistan: AfD verlangt internationale Maßnahmen
Jürgen Braun, Joachim Wundrak, Martin Sichert und Jan Wenzel Schmidt hatten den Antrag eingebracht.© IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Berlin. – Die AfD-Fraktion hat einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der die Verfolgung von Christen in Afghanistan verurteilt und Maßnahmen zur Sicherung der Religionsfreiheit fordert. Die Partei fordert die Bundesregierung auf, auf internationaler Ebene Druck auf das Taliban-Regime auszuüben, um den Schutz von Christen und anderen religiösen Minderheiten zu gewährleisten. Dies solle unter anderem durch die Einschränkung finanzieller Zuwendungen geschehen, wenn der Schutz der Christen nicht gewährleistet sei.

Die Lage der Christen in Afghanistan hat sich seit der Machtübernahme der Taliban drastisch verschlechtert. Die radikal-islamische Gruppierung verfolgt konvertierte Christen, die ihren Glauben im Untergrund praktizieren. Viele sind Opfer von Gewalt geworden oder mussten das Land verlassen, wie Berichte von Open Doors zeigen, die Afghanistan als das gefährlichste Land für Christen bezeichnen.

Einsatz der Bundeswehr nicht nachhaltig

Der Antrag fordert auch die Unterstützung von „faith based organisations“, um Christen zu identifizieren, humanitäre Hilfe zu leisten und bei der Flucht zu helfen. Besonders betont wird die Notwendigkeit, die Situation der Christen in den Flüchtlingslagern der Nachbarländer zu verbessern.

Die AfD erinnert auch an den langjährigen Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan und die ernüchternde Bilanz der westlichen Bemühungen um einen demokratischen Wandel. Trotz hoher finanzieller Aufwendungen und des Einsatzes von Soldaten sei es nicht gelungen, die Sicherheits- und Menschenrechtslage nachhaltig zu verbessern, schreibt die AfD in ihrem Antrag.

Zudem sei die Lage der Christen in Afghanistan nach wie vor prekär, da sie ihren Glauben unter Androhung von Gewalt und Verfolgung ausüben müssten. Die AfD sieht in der Unterstützung dieser religiösen Minderheiten eine Investition in demokratische Werte und fordert eine konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen durch die Bundesregierung.

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