Beliebteste Partei bei Arbeitern: FPÖ klar vor SPÖ und ÖVP

In wenigen Monaten findet in Österreich die Nationalratswahl statt. Wie eine aktuelle Umfrage zeigt, kann die FPÖ ihre Position als stärkste Kraft behaupten. Besonders beliebt ist sie bei Arbeitern.

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Beliebteste Partei bei Arbeitern: FPÖ klar vor SPÖ und ÖVP
Die Umfragen zeigen: Kickl polarisiert.© IMAGO / Rudolf Gigler

Wien. – Fünf Monate vor der Nationalratswahl blicken vier von zehn wahlberechtigten Österreichern pessimistisch in die Zukunft. Das ergab eine aktuelle Market-Umfrage im Auftrag der Tageszeitung Standard. Nur drei von zehn Befragten äußerten sich optimistisch. Die politische Landschaft spiegelt diese Stimmung wider. Laut der Umfrage behauptet die FPÖ ihre Position als stärkste Partei, wie schon seit Ende 2022. In der Hochrechnung kommt sie auf 29 Prozent. Besonders auffällig ist die Unterstützung der FPÖ in der Arbeiterschaft, wo sie mit 38 Prozent der Wählerstimmen klar führt. Bei den Selbstständigen und Freiberuflern hat sie sogar die ÖVP überholt. Die SPÖ liegt in der Hochrechnung nur mehr an dritter Stelle.

FPÖ bei Arbeitern am beliebtesten

Die aktuelle Parteienlandschaft stellt sich wie folgt dar: Die FPÖ liegt stabil bei 29 Prozent, ihr Vorsitzender Herbert Kickl erreicht bei einer hypothetischen Kanzlerwahl 16 Prozent. Die SPÖ kommt bei einer Kanzlerwahl auf 23 Prozent, ihr Spitzenkandidat Andreas Babler auf 14 Prozent. Die ÖVP kommt trotz schwacher Bekennerwerte auf hochgerechnete 20 Prozent, wobei Amtsinhaber Karl Nehammer mit 17 Prozent in der Kanzlerfrage knapp vorne liegt. Die NEOS erreichen in der Hochrechnung zehn Prozent, ihre Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger kommt in der Kanzlerfrage auf sieben Prozent. Die Grünen hingegen fallen auf neun Prozent zurück, Vizekanzler Werner Kogler erreicht in der Kanzlerfrage nur drei Prozent. Der Bierpartei, die inzwischen ihr Antreten bei der Wahl bekanntgegeben hat, werden von Market fünf Prozent der Stimmen zugetraut.

„Da bewegt sich etwas“

Ein Blick auf die Eignung der Spitzenkandidaten für das Amt des Bundeskanzlers zeigt deutliche Meinungsunterschiede. FPÖ-Spitzenkandidat Herbert Kickl polarisiert stark, vor allem die freiheitliche Wählerschaft hält ihn für geeignet. Amtsinhaber Karl Nehammer von der ÖVP wird insgesamt am wenigsten in Frage gestellt, aber auch hier gibt es vor allem in der FPÖ-Wählerschaft Skeptiker. Andreas Babler und Beate Meinl-Reisinger wird eine ähnliche Eignung zugeschrieben, während Werner Kogler vor allem von FPÖ-Anhängern als ungeeignet angesehen wird.

In einer Stellungnahme erklärte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz gegenüber FREILICH, dass ein Erfolg bei Umfragen nicht automatisch auch ein Erfolg bei Wahlen sei. Aber: „Wir, allen voran unser Herbert Kickl, sind viel in der Bevölkerung unterwegs, und man spürt schon: Da bewegt sich etwas“, si Schnedlitz. Der Hauptgrund dafür sei die Glaubwürdigkeit – „wir haben als einzige Partei bei in allen wesentlichen Fragen der Zeit eine klare Linie, die wir von Anfang an vertreten haben“. Teuerung, Russlandsanktionen, Neutralität, Corona – hier stünden die FPÖ und Herbert Kickl an der Seite der Menschen in Österreich, so Schnedlitz weiter. „Dass vor allem die Arbeiter den Umfragen zufolge die FPÖ unterstützen, liegt auch daran, dass die arbeitende Bevölkerung jene ist, die unter der Rekordteuerung besonders stark zu leiden hat – und auch da hat die FPÖ die besten Konzepte, um das Leben wieder leistbarer zu machen.“ Man werde mit Herbert Kickl an der Spitze die Glaubwürdigkeit auch weiter beibehalten und das Volk weiterhin in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen. „Zuerst kommt das Volk, und dann erst der Kanzler – und im Idealfall kommt im Herbst mit Herbert Kickl ein Volkskanzler, mit einem einfachen Ziel: Damit es den Menschen endlich wieder besser geht“, so Schnedlitz abschließend.

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