Trump: Deutschsprachige Medien verbreiten Falschinformationen über „Blutbad“-Äußerung

In einer Wahlkampfrede zur Wahl des nächsten US-Präsidenten schlug Donald Trump gewohnt harte Töne an. Seine Inhalte interessieren vor allem die Presse wenig.

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Trump: Deutschsprachige Medien verbreiten Falschinformationen über „Blutbad“-Äußerung
© IMAGO / ZUMA Wire

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ohio warnte Donald Trump am Samstag vor einem drohenden wirtschaftlichen „Blutbad“. Diese Äußerung hat seitdem eine Debatte ausgelöst, da führende Medien den Begriff „Bloodbath“ verwenden, um Stimmung gegen den ehemaligen Präsidenten zu machen. Hintergrund waren Trumps harsche Worte gegen die Wirtschaftsmaßnahmen der Biden-Administration, die den Import ausländischer Autos auf den US-Markt erleichtern will. So könnten beispielsweise chinesische Unternehmen billig in Mexiko produzieren und dann zollfrei in die USA importieren – ein harter Schlag für die heimische Produktion.

An dieser Stelle der Rede fällt der Begriff „Blutbad“. Trump geht davon aus, dass es dazu kommen wird, wenn er nicht gewählt wird und die Wirtschaftspläne der demokratischen Regierung umgesetzt werden. Während in Deutschland eine solche martialische Sprache in der öffentlichen Kommunikation kaum noch verwendet wird, gehört sie in den USA zum Standardrepertoire. Dennoch berichteten zahlreiche deutsche Leitmedien wie die Süddeutsche Zeitung oder auch die Tagesschau, der ehemalige US-Präsident habe seinen politischen Gegnern gedroht. Aus der Warnung vor einem wirtschaftlichen Desaster wird die Androhung politischer Gewalt im Falle einer Wiederwahl – eine klare Verzerrung.

Deutsche Medien haben in der Vergangenheit mit einer Mischung aus Faszination und Misstrauen über Donald Trump berichtet. Trumps populistischer Stil und sein unberechenbares Handeln wurden vor allem von transatlantisch orientierten Medien immer wieder als Kriegstreiberei oder Wahnsinn bezeichnet. Seine Erfolge, wie wirtschaftliche Maßnahmen oder außenpolitische Initiativen, wurden zwar nicht immer ausgeblendet, aber oft mit einer Skepsis betrachtet, die nicht selten weit über die von Journalisten erwartete kritische Distanz hinausging.

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