Bevölkerungsaustausch für Geert Wilders nun eine Verschwörungstheorie

Noch vor wenigen Jahren sprach die neue Ministerin für Asyl und Migration, Marjolein Faber, im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung in den Niederlanden von „Umvolkung". Heute will sie davon nichts mehr wissen – Geert Wilders stimmt ihr zu und geht sogar noch einen Schritt weiter.

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Bevölkerungsaustausch für Geert Wilders nun eine Verschwörungstheorie
Die PVV habe nichts mit Bevölkerungsaustausch am Hut, erklärte Wilders.© IMAGO / ZUMA Press Wire

Den Haag. – Vor einem halben Jahr haben die Niederlande ein neues Parlament gewählt. Dabei gewann Geert Wilders mit seiner Partei für die Freiheit (PVV) 37 der 150 Sitze im Parlament. Mitte Mai einigte sich Wilders schließlich mit drei weiteren rechten Parteien auf ein gemeinsames Programm. Seitdem ist es etwas ruhiger um ihn geworden – bis gestern, als er mit einem Beitrag auf X für Aufregung sorgte.

Kritik in Sozialen Medien

Die künftige Ministerin für Asyl und Migration, Marjolein Faber (PVV), hat bei ihrer Anhörung im Abgeordnetenhaus am Montag versucht, die größten Widerstände gegen ihre Nominierung auszuräumen. Laut einem Ausschnitt, der auf X kursiert, will sie vom Bevölkerungsaustausch nichts mehr wissen. Wilders, der den Ausschnitt teilte, kommentierte ihn mit den Worten: „Die Ministerkandidatin #Faber spricht glasklare Worte. Genauso wie die PVV hat sie mit Verschwörungstheorien wie dem Bevölkerungsaustausch absolut nichts am Hut.“

Dies rief zahlreiche Reaktionen hervor. So schrieb die bekannte rechte Aktivistin Eva Vlaardingerbroek auf X: „Unglaublich. Die PVV von Geert Wilders distanziert sich nun offiziell vom Begriff 'Großer Austausch' und bezeichnet ihn als 'gefährliche und unerwünschte Verschwörung mit Konnotationen zur Nazi-Ideologie'.“ Für sie sei das nur noch „ein Haufen feiger Verräter“. Vlaardingerbroek bedauerte aufrichtig, jemals für ihn gestimmt zu haben. Auch aus Deutschland gab es Reaktionen. „Der größte Verrat, den rechte Parteien begehen können: Positionen wie #Remigration zu räumen und sich von der Theorie vom großen Austausch zu distanzieren. Ist das der Preis des Transatlantismus? Falls ja, ist eine transatlantische Rechte sinnlos“, kommentierte Tomasz Froelich (AfD) Wilders Position.

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