London. – Die britische Bevölkerung ist bis Juni 2024 um mehr als 750.000 Menschen gewachsen. Mit 69,3 Millionen Einwohnern verzeichnete das Land laut britischen Medienberichten den zweithöchsten Zuwachs seit Beginn vergleichbarer Aufzeichnungen im Jahr 1949; lediglich im Vorjahreszeitraum fiel der Anstieg mit fast 890.000 Menschen noch höher aus.
Laut offiziellen Schätzungen waren 98 Prozent des Wachstums auf Migration zurückzuführen, während Geburten und Todesfälle nur eine geringe Rolle spielten. Im Vergleich dazu sinkt die Nettozuwanderung inzwischen. Zwischen Dezember 2023 und Dezember 2024 lag der Saldo bei 431.000 und damit auf dem niedrigsten Stand seit Mitte 2021.
Nettozuwanderung als Haupttreiber
Bis Juni 2024 wanderten rund 1,24 Millionen Menschen nach Großbritannien ein, während knapp 497.000 das Land verließen. Daraus ergibt sich ein Wanderungssaldo von 738.718 Personen.
Die Zahl der Geburten erreichte im Jahr 2024 den niedrigsten Stand seit mindestens 42 Jahren. Während England mit 1,2 Prozent am stärksten wuchs, verzeichneten Schottland (0,7 Prozent), Wales (0,6 Prozent) und Nordirland (0,4 Prozent) deutlich geringere Zuwächse. In Wales und Schottland gab es sogar mehr Todesfälle als Geburten.



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