Cancel Culture? Influencerin laut Eigenaussage wegen politischer Aktivitäten entlassen

Eine junge Frau, die der AfD nahesteht und sich selbst als politisch rechtskonservativ einstuft, berichtet von einem fragwürdigen Vorfall auf der sozialen Plattform X, ehemals Twitter: Ihr soll mit Verweis auf ihre politischen Aktivitäten „gekündigt“ worden sein.

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Cancel Culture? Influencerin laut Eigenaussage wegen politischer Aktivitäten entlassen
Die Influencerin ReBelle und Tweets© ReBelle

Cancel Culture, also das systematische Bemühen, unliebsame Personen, meist aufgrund ihrer politischen Einstellung, teilweise aus der Gesellschaft auszuschließen, kann viele Formen annehmen. Überwiegend als Boykott, um unliebsame Unternehmen zu bestrafen, aber auch als Distanzierung und Absage von Veranstaltungen. Ganz brisant und existenziell wird es, wenn berufliche und damit auch finanzielle Beziehungen angegriffen werden. Diese werden zunehmend auch von der linken Cancel Culture unter Beschuss genommen, wie die Cancel-Versuche bei Unternehmen mit rechten Angestellten in den letzten Monaten gezeigt haben. Nun hat es offenbar auch eine rechte Influencerin aus Westdeutschland erwischt.

Die Nutzerin „ReBelle“, Anfang 30 und AfD-nah, berichtete am Freitagmittag von ihrer „Kündigung“. „Mir wurde heute aufgrund meiner politischen Aktivitäten hier auf Twitter gekündigt“, schreibt sie. „Es ist übrigens völlig unklar, woher die Information stammt. Klarnamen gibt es hier nicht, Denunziation ist natürlich auch eine Option“, so die junge Frau weiter. Andere Nutzer sind sich sicher: Sie muss denunziert worden sein. Sie fügte auch ein Foto von einem Zettel bei, auf dem Postings von ihr zu sehen sind, unter anderem einTweet von FREILICH-Autor Jonas Greindberg. Ihre Äußerungen sind nicht strafbar: „Wie oft noch: Ethnie ungleich Staatsbürgerschaft“ oder „Arbeiten gehen ist eine massive Blackpill“. Für ihren Arbeitgeber sollen solche Äußerungen offenbar Grund genug gewesen sein, die junge Frau loswerden zu wollen. Gegenüber FREILICH berichtete ReBelle von einem Aufhebungsvertrag, zu dem sie in einem Gespräch gedrängt worden sei. „Ich stand emotional sehr unter Druck. Aber sie sagten mir, dass sie auf jeden Fall kündigen würden“, so ReBelle.

Eine Kündigung aufgrund der politischen Einstellung oder Betätigung ist in Deutschland verboten – es bleibt also abzuwarten, inwieweit der Arbeitgeber hier gegen das Gesetz verstoßen haben könnte.


Der Korridor des Sagbaren wird immer enger. Ein falsches Wort oder eine abweichende Meinung genügen – schon steht man auf der Abschussliste der Tugendwächter. In der FREILICH-Ausgabe Nr. 21 zeigen wir, wie die „Cancel Culture“ unseren Alltag beeinflusst und die Freiheit bedroht.

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