Herford: Linksextreme und Migranten randalieren bei Demo gegen Polizeigewalt

Der Demonstrationszug mit mehreren Hunderten Teilnehmern musst bereits nach kurzer Zeit gestoppt werden.

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Herford: Linksextreme und Migranten randalieren bei Demo gegen Polizeigewalt
Polizeikette (Symbolbild)© IMAGO / Future Image

Herford. - Am Wochenende hatten mehrere Bündnisse aus Herford und Bielefeld unter dem Titel „Gegen rassistische Polizeigewalt“ zu einer Demonstration gerufen. Laut Polizei kamen 450 Menschen, zum Teil aus der linksautonomen Szene, in Herford zusammen. Der Demonstrationszug, des sich gegen 14 Uhr in Bewegung gesetzt hatte, musste aber schon nach zwei Stunden gestoppt werden. Wie das Online-Nachrichtenmagazin Nius berichtet, sollen unter anderem Pflastersteine, Flaschen und Pyrotechnik in Richtung Polizei geflogen sein. Daraufhin wurden mehrere Personen festgesetzt.

Demonstrationszug wurde schnell gestoppt

Bereits im Vorfeld hatten anonyme Gruppen im Internet angekündigt, die Lage eskalieren lassen zu wollen. Vor der Demo wurden Zettel mit den Parolen verteilt, die skandiert werden sollten: „Staat & Nazis Hand in Hand, unsere Antwort Widerstand“. Oder auch: „Von Herford nach Paris, Fight the Police!“

Schon zu Beginn der Demonstration musste der Zug gestoppt werden, weil Böller geworfen wurden und Demonstranten sich teilweise mit Skimasken vermummt hatten. Bei einer Zwischenkundgebung am Rathaus entschied die Polizei sich dann dazu, die Veranstaltung komplett aufzulösen. Nach Festnahmen kam es zum Versuch der Demonstranten, die Festgesetzten wieder zu befreien. Die aufgelöste Demo hat sich dann in mehrere Teile aufgelöst. Teilweise minderjährige Demonstranten haben die Einsatzkräfte heftig beleidigt, es kam zu Verfolgungsszenen nach körperlichen Attacken oder Würfen, berichtet Nius weiter.

Schüsse auf fliehenden Fahrer

Hintergrund ist nach Angaben der Veranstalter ein Polizeieinsatz vom 3. Juni in Bad Salzuflen, bei dem Beamte 34 Schüsse auf den 19-Jährigen Bilel G. abgegeben hatten. Einer Zivilstreife der Polizei war den Angaben des Innenministers zufolge nachts ein Auto ohne eingeschaltetes Licht aufgefallen. Als die Beamten den Fahrer, der keinen Führerschein hatte, kontrollieren wollten, sei dieser mit hoher Geschwindigkeit geflüchtet. Die Leitstelle schickte demnach Streifenwagen zur Unterstützung. Die Verfolgung endete in einer Sackgasse, wo der 19-Jährige sein Fahrzeug wendete. Die Beamten stiegen aus und forderten den Fahrer auf, auszusteigen. Doch Bilel G. gab Gas und fuhr auf zwei Beamte zu, die sich mit Sprüngen zur Seite retten mussten. In dem Moment fielen laut den bisherigen Ermittlungen die ersten Schüsse. Am Ende gaben vier Polizistinnen und zwei Polizisten laut Innenminister Herbert Reul (CDU) 34 Schüsse ab.

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