Allianz Versicherung: Mitarbeiterin teilt JA-Video und wird gekündigt

Der Versicherungskonzern Allianz hat sich von einer Mitarbeiterin getrennt, nachdem sie im März ein Video eines JA-Bundesvorstandsmitglieds auf ihrem privaten Instagram-Profil geteilt haben soll.

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Allianz Versicherung: Mitarbeiterin teilt JA-Video und wird gekündigt
Die Allianz hat sich von der Vertreterin getrennt, weil ihr Handeln nicht zu den Grundwerten des Unternehmen passten.© IMAGO / Future Image

Rostock. – „Die ostdeutsche Jugend ist rechts“. Mit diesem Satz leitet der Landesvorsitzende der Jungen Alternative Thüringen (JA), Eric Engelhardt, ein Video ein, in dem er erklärt, was man als Ostdeutscher tut und was nicht, dass man sich von linken Lehrern nichts sagen lässt und dass man stolz auf sein Land ist. Wie der NDR vor einigen Tagen berichtete, wurde einer Generalvertreterin des Versicherungskonzerns Allianz gekündigt, weil sie genau dieses Video von Engelhardt auf ihrem privaten Instagram-Profil geteilt haben soll.

Kritik in den Sozialen Medien

Die Allianz Gruppe erklärte auf Anfrage, dass das Teilen solcher Videos nicht den Grundsätzen und Werten des Unternehmens entspreche. „Wir distanzieren uns ausdrücklich davon“, sagte eine Sprecherin dem NDR. Die Allianz wisse aus der Geschichte, dass Freiheit und Demokratie hart erkämpft worden seien. Das Unternehmen distanzierte sich auch von weiteren Aktivitäten der Frau. Wie der NDR weiter berichtet, soll die Frau früher für die NPD-Landtagsfraktion gearbeitet und in der Vergangenheit mit ihrer Generalagentur zwei Kampfsportveranstaltungen gesponsert haben, die Verbindungen zu den Hells Angels haben sollen.

In den Sozialen Medien sorgt die Entlassung der Mitarbeiterin durch die Allianz für Aufregung. „Die Allianz hat einer Mitarbeiterin gekündigt, weil sie ein Video von mir geteilt hat. Das ist ein handfester Skandal. Dieser Frau wird kurzerhand das Recht abgesprochen, eine eigene politische Meinung zu haben und diese auch zum Ausdruck zu bringen“, kritisiert Engelhardt beispielsweise auf X (früher Twitter). „Es gilt das Grundgesetz“, erklärt eine Nutzerin in Richtung Allianz. „Wenn das Teilen eines Posts – welcher von einem Nachwuchspolitiker veröffentlicht wurde, den man allein aufgrund seiner Zugehörigkeit zu der vom Verfassungsschutz ohne Substanz gebrandmarkten Jungen Alternative als Rechtsextremen tituliert – auf einem privaten Profil zur Kündigung eines freien Mitarbeiterverhältnisses führt, dann sind die totalitären Verhältnisse in unserem Land deutlich näher als bislang vermutet“, zeigt sich ein anderer Nutzer besorgt.

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