„Schlimmste, was ich jemals sah“

Behörden schließen illegalen Halal-Schlachthof

Behörden in Nordrhein-Westfalen haben einen muslimischen Halal-Schlachthof bei Köln geschlossen.

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Behörden schließen illegalen Halal-Schlachthof
Kühe© Pixabay

Dem Deutschen Tierschutzbüro wurden Aufnahmen aus dem muslimischen Schlachthof „Mezbaha“ in Hürth bei Köln zugespielt. Die Videoaufnahmen wurden im Zeitraum vom 25.12.2022 bis 04.01.2023 mit versteckter Kamera gemacht. Die Aufnahmen zeigen, dass vor allem mit Schafen und Rindern brutal umgegangen wird. Schafe werden an Beinen und Schwänzen regelrecht in den Schlachtraum geschleift und Rinder mit Mistgabeln getrieben, die die Tiere teilweise mitten ins Gesicht und in die Augen treffen. Tritte, Schläge und Misshandlungen sind immer wieder an der Tagesordnung.

Illegale unbetäubte Schlachtung

„Die Tierquälerei in dem Schlachthof ist kaum in Worte zu fassen, es ist sicherlich mit das Schlimmste, was ich jemals gesehen habe“, so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros. Der Hauptvorwurf ist jedoch, dass es immer wieder zu betäubungslosen Schlachtungen gekommen sein soll. Dabei habe man die Schafe brutal auf den Boden gedrückt und ihnen ohne vorherige Betäubung die Kehle durchgeschnitten. Die unbetäubte Schlachtung von Tieren ist in Deutschland grundsätzlich verboten und nur in einigen Bundesländern mit Ausnahmegenehmigung möglich. Der Schlachthof verfügt jedoch nicht über eine solche Ausnahmegenehmigung.

Nachdem das Deutsche Tierschutzbüro am 09.01.2023 das Veterinäramt nach kurzer Prüfung der Videosequenzen in Kenntnis gesetzt hatte, wurde noch am selben Tag den Schlachthofbetreibern die Sachkunde entzogen, das heißt die Schlachthofbetreiber durften keine weiteren Schlachtungen mehr durchführen. Darüber hinaus hat das Veterinäramt ebenfalls am 09.01.2023 den Schlachthof versiegelt, was bedeutet, dass keine weiteren Schlachtungen mehr durchgeführt werden dürfen. „Das Veterinäramt hat nach unserem Hinweis sehr schnell gehandelt und den Schlachthof geschlossen“, sagte Peifer.

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