Krefeld. – Der Hass gegen die Institution Kirche und gegen den Glauben nimmt zu, sagt David Grüntjens, Pfarrer der Dionysiuskirche in Krefeld. In einem Gespräch mit der Welle Niederrhein sprach er von einer „neuen Qualität des Vandalismus“.
Angriffe auf die Dionysiuskirche
Die Krefelder Innenstadtpfarrei berichtet laut der Katholischen Nachrichtenagentur, dass in der Dionysiuskirche bereits mehrfach Löcher in die Mauern geschlagen und das Kircheninnere verschmutzt wurden. In den letzten Wochen hat die Zerstörung jedoch ein neues Ausmaß erreicht. So wurde etwa ein wertvolles Kreuz mit heißem Wachs übergossen und musste anschließend aufwendig restauriert werden. „Wir haben da echt Glück gehabt, dass da keine Farbschichten mit abgegangen sind“, erklärt Grüntjens.
Um weitere Schäden zu verhindern, denkt die Gemeinde über spezielle Schutzmaßnahmen für das restaurierte Kreuz nach. Gleichzeitig bittet der Pfarrer die Öffentlichkeit um Unterstützung. Angesichts des Vandalismus ruft er die Bürger dazu auf, zu helfen. Die Pfarrei sucht Freiwillige, die tagsüber in der Kirche anwesend sein können. Durch diese Präsenz sollen potenzielle Täter abgeschreckt und das Gotteshaus besser geschützt werden.
Historische Kirche mit starker Präsenz
Die zwischen 1754 und 1756 erbaute Dionysiuskirche ist die erste katholische Kirche Krefelds nach der Reformation. Sie liegt in unmittelbarer Nähe der Rheinstraße, der Hochstraße und des Schwanenmarkts und ist ein zentraler Ort der Cityseelsorge.
Auch in den Sozialen Medien ist die Kirche überregional bekannt. Auf dem Instagram-Kanal @diokirche_krefeld gewähren die Gemeindereferentin Michelle Engel und der Pfarrer Grüntjens als Duo „Frengels&Chef“ Einblicke in ihren Alltag. Dem Account folgen aktuell rund 77.300 Menschen.


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