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AUF1-Chefredakteur Magnet: „Die Medienrevolution findet längst statt“

Seit seinem Start vor anderthalb Jahren ging es mit dem spendenfinanzierten Sender AUF1 – ein Kürzel für „alternatives, unabhängiges Fernsehen“ steil bergauf. Mehr als 200.000 Nutzer folgen dem Projekt auf Telegram, regelmäßig erreichen die Sendungen zig- oder gar hunderttausende Seher. Nun schießt die „KommAustria“ scharf gegen das Projekt (Freilich berichtete). Wir haben mit AUF1-Chefredakteur Stefan Magnet über den behördlichen Angriff, die Agenda der globalen Eliten und das Potenzial der alternativen Medienszene gesprochen.
Interview von Redaktion
25.11.2022
/
7 Minuten Lesezeit
AUF1-Chefredakteur Magnet: „Die Medienrevolution findet längst statt“
Stefan MagnetScreenshot: AUF1

Freilich: Herr Magnet, die Medienaufsichtsbehörde „KommAustria“ hat ein Verfahren gegen Ihren Sender AUF1 in die Wege geleitet. Worauf zielt dieses ab – und was wären im schlimmsten Fall die Konsequenzen? Kann die Behörde Sie zwingen, Ihren Sender einzustellen?

Stefan Magnet: Es ist richtig, dass in Österreich die Medienaufsichtsbehörde „KommAustria“ das Fernsehprogramm und die Ausstrahlung regelt. Im aktuellen Fall können wir nicht sagen, was uns vorgeworfen wird, weil wir von diesem angeblichen Verfahren selbst aus den Medien erfahren mussten – was wieder einmal bezeichnend für die Zustände in Österreich ist. Wir sehen dem Verfahren aber entspannt entgegen, weil wir uns nichts zu Schulden haben kommen lassen.

Es ist klar, dass all diese Maßnahmen darauf abzielen, uns zu diskreditieren, uns zu beschäftigen und uns teure Rechtskämpfe aufzuhalsen – auch das ein Teil der Zermürbungstaktik. Aber wir sind gewappnet und dank unserer treuen Seher werden wir auch etwaige Zusatzkosten stemmen können und werden uns auf jeden Rechtskampf einlassen, der uns in den Weg gelegt wird.

Mainstream-Medien mit einschlägiger Ausrichtung unterstellen AUF1, mit „Verschwörungserzählungen“, insbesondere bei Themenkomplexen wie Corona, Migration oder Globalismus zu arbeiten. Wie entkräften Sie solche Vorwürfe, gerade angesichts der durchaus provokanten Thesen und Berichterstattung Ihres Senders?

Diese Vorwürfe müssen gar nicht wir entkräften, diese Vorwürfe werden von der täglichen Realität entkräftet. Alles, was bei Corona als „Verschwörungstheorien“ hysterisch abgewehrt wurde, ist innerhalb kürzester Zeit eingetreten. AUF1 hat beispielsweise im Sommer letzten Jahres berichtet, dass die Impfpflicht noch vor Weihnachten drohen könnte. Das wurde zuerst als „Verschwörungserzählung“ abgetan – und dann tatsächlich: Im November wurde die Impfpflicht für alle Österreicher ausgerufen.

Dasselbe bei der Migration: Wer vor 20 Jahren vor einem Bevölkerungsaustausch gewarnt hatte oder vor einer Massenmigration, der wurde mittlerweile furchtbar bestätigt. Nicht nur die Massenmigration 2015 – auch in diesem Jahr mit bereits 100.000 Asylanträgen: Das sind Dokumente des nicht enden wollenden Asyl-Tsunamis. Und wer nicht an einen Bevölkerungsaustausch glaubt, sollte einfach aus dem Fenster schauen oder mit der U-Bahn fahren.

Was den Globalismus betrifft, so sind die Bestrebungen hin zu einer globalen neuen Weltordnung noch nie so offen zu Tage getreten. Wer im Corona-Ausnahmezustand sehen wollte, konnte sehen, wo die Strippen zusammen laufen. Das sind die internationalen Organisationen wie WHO, World Economic Forum (WEF) oder EU. Dort werden die Entscheidungen getroffen. Die nationalen Parlamente sind bestenfalls die Umsetzer und die regionalen Politiker – und hier schließe ich die meisten Landespolitiker mit ein – sind lediglich ausführende Organe, die nicht in übergeordnete Dinge eingeweiht sind.

Das ist alles erkennbar – hier brauchen wir uns nicht lange zu rechtfertigen. Und immer mehr Menschen haben erkannt, dass die Bezeichnung Verschwörungstheoretiker ein Gütesiegel ist. Denn das bezeichnet lediglich Menschen, die um einiges früher wissen, was als nächstes kommen wird.

Kürzlich schockierten Sie in einer Sondersendung, indem Sie von einem „teuflischen Plan der Globalisten“ sprachen, Europa bis 2045 unfruchtbar zu machen. Wie äußert sich diese Agenda und wie lassen sich diese schier unglaublich wirkenden Absichten belegen? Und: Ist das Volk überhaupt bereit, sich mit derart „starkem Tobak“ auseinanderzusetzen?

Der Plan der Globalisten, Europa und generell die gesamte Welt zu entvölkern und die Bevölkerung wieder zu minimieren, auf ein Maß herunterzudrücken, wie es vor Jahren noch gegeben war – diese Pläne gehen weit zurück. Wir haben diese Dinge in den 60er/70er-Jahren dokumentiert, beim Club of Rome wurde das schon debattiert: Um die Umwelt zu schonen, müssten die Menschen wieder weniger werden.

Interessanterweise trifft es in erster Linie aber die weiße Menschheit, es trifft Europa und Nordamerika. Dort gibt es ganz konkrete Zahlen, die von der Forscherin und Wissenschaftlerin Prof. Dr. Shanna Swan erhoben wurden. Sie fand bei einer Auswertung von über 180 Studien über mehrere Jahrzehnte heraus, dass die Spermienzahl der Männer seit den 1970er Jahren drastisch eingebrochen ist, dass auch die Fruchtbarkeit bei Frauen massiv gesunken ist und weiter sinkt. Die Unfruchtbarkeit und die Fehlgeburten steigen in Europa jedes Jahr um etwa ein Prozent.

Prof. Swan hat auch errechnet, dass im Jahr 2045 Europa aus eigener Kraft nicht mehr reproduktionsfähig sein wird, das bedeutet: unfruchtbar. Auf diesen Zeitpunkt haben die Globalisten hingearbeitet und gewartet. Ob sie ihn denn auch aktiv durch Sterilisation und Vergiftung herbei geführt haben, können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht beweisen. Wir können aber sagen, dass sie sich auf diesen Tag vorbereitet haben.

Denn sie sprechen ganz offen davon, dass die menschliche Reproduktion der Zukunft in wenigen Jahren im Reagenzglas durch Genmanipulation geschehen soll. Der transhumanistische Vordenker Yuval Noah Harari hat das in seinen Büchern ganz genau ausgeführt. Er glaubt, dass die Menschheit im Reagenzglas entstehen wird, was aus seiner Sicht viele Vorteile bergen wird. Denn dadurch werde die Menschheit berechenbarer und kontrollierbarer.

Das erinnert für belesene Menschen ganz klar an die Dystopie von Aldous Huxley („Schöne neue Welt“), in der die Menschheit in Fortpflanzungsfabriken gezüchtet wird und in denen konkrete Menschentypen herangezüchtet werden, ohne Abweichung von der Norm. Das klingt vollkommen verrückt, dieses Zukunftsszenario betrifft aber eine Zukunft in 10-20 Jahren. Also nicht morgen und übermorgen, aber eben in 10-20 Jahren. Jeder kann mit den aktuellen Meldungen verfolgen, dass dieses Horrorszenario in die Realität umgesetzt werden soll.

AUF1 setzt auf kritische Expertenstimmen und fiel zugleich durch intensive Berichterstattung bei den Demos gegen die Impfpflicht auf. Wie wichtig ist die Vernetzung der Bürger zu einer kritischen Masse, die den Mächtigen Paroli bieten kann – und wie erfolgreich sind die Bestrebungen in diese Richtung wirklich?

Von Anbeginn an hat AUF1 gesagt: Wir geben jenen eine Stimme, die im Mainstream-Fernsehen nicht vorkommen. Das beinhaltet natürlich Aktivisten und besorgte Bürger, die zu Aktivisten wurden. Das beinhaltet aber auch eine Vielzahl von Experten, Rechtsanwälten oder Ärzten, die auch im Mainstream unterdrückt wurden und deren Interviews mit uns ein entscheidendes Gegengewicht darstellen.

Ich denke, dass auch die Berichterstattung über die Freiheitsbewegung ein wichtiges Element von uns war. Seit letztem Herbst – also seit einem Jahr – fährt der AUF1-„Impfbus“ zu allen größeren Demonstration in Deutschland und Österreich, verteilt dort AUF1-Werbematerialien, Luftballons, Aufklärungsmaterial und Infobroschüren. Das wird vom Widerstandspublikum sehr freudig angenommen, wir sind überall herzlich willkommen. Dadurch kommen wir in der Bewegung auch in die Breite und werden wahrgenommen in Regionen, wo man uns bislang noch nicht so gut kannte.

Ich glaube, dass die Vernetzung alternativer Medien mit alternativem Widerstands- und Protestpotenzial und neuer mutiger Politik der Schlüssel der Zukunft sein kann, nämlich eine Zukunft für eine nachhaltige, radikale und wirkungsvolle Protestbewegung.

Als Oberösterreicher kommen Sie quasi aus einer Hochburg der alternativen Medienszene. Wie wahrscheinlich ist eine „Medienrevolution“ wirklich – und inwiefern hat sich das Publikum der freien und alternativen Medien in den vergangenen zwei Jahren verändert? Wo liegt das Potenzial der kritischen Gegenöffentlichkeit?

Die Medienrevolution findet längst statt. Das zeigt sich auch ganz gut daran, dass die etablierten, die alten, die abgewrackten Medien sich ständig mit den alternativen Medien beschäftigen müssen. Sie sind immer drei Schritte hinterher, sie hinken nach wie ein lahmer Hund. Und sie müssen die Themen, die wir vorgeben, nachhüpfen – oder auf uns einprügeln, uns diffamieren und verunglimpfen, weil sie einfach keine Argumente mehr für ihre Standpunkte haben.

Für die alten Medien ist es auch tatsächlich ein schwerer Stand. Denn sie müssen ein kaputtes und in sich zusammenbrechendes System verteidigen. Das müssen sie tun, bis zum letzten Atemzug, denn sie sind auf Gedeih und Verderb mit diesem korrupten System verwoben. Die alternativen Medien müssen nichts weiter tun als den Finger in die Wunden zu legen, auf die Missstände hinzuweisen und natürlich dem Terror der etablierten Medien standzuhalten.

Das ist natürlich nicht immer einfach, aber ich glaube, dass die Erfolge ganz klar gegenüber den Rückschlägen überwiegen. Auch wenn es immer wieder für Projekte heißt, dass Endstation ist und es nicht mehr weiter geht, so ergeben sich trotzdem immer wieder neue Möglichkeiten und insgesamt ist die alternative Medienszene in den letzten fünf Jahren, aber ganz im Besonderen in den letzten zwei Jahren massiv gewachsen, hat an Einfluss gewonnen und kann auf Augenhöhe mit den Mainstream-Medien agieren.

Aber gibt es nicht auch die Gefahr, irgendwann nur mehr „die eigene Blase zu bespaßen“?

Dass wir speziell mit unserem Programm nicht nur „in der Blase“ bleiben wollen, beweisen auch immer wieder unsere wirksamen Werbeaktionen. Beispielsweise eine Aufklärungsbroschüre zur Corona-Genspritze, die mit einer Auflage von 1,5 Mio. Stück in Umlauf gebracht wurde und von unseren Seher in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol fleißig verteilt wurde.

Oder unseren Lastwägen, die LKWs, die mit AUF1-Branding beschriftet wurden und die durch das ganze Land mit 14-Meter-Sattelzügen fahren mit der Aufschrift „Hier rollt die Medienrevolution“. Hinten steht drauf: „Folgen Sie der Wahrheit“. Wir versuchen die Blase zu durchbrechen, denn das ist der einzige Schlüssel. Unser Ziel sind nicht 200.000 oder 300.000 Telegram-Follower. Unser Ziel sind Millionen Menschen, die AUF1 ansehen und die alternative Medien konsumieren.“

Zur Person: Stefan Magnet (Jahrgang 1984) ist Journalist und Werbeunternehmer. Ende Mai 2021 gründete er den alternativen Online-Fernsehsender AUF1 und agiert seitdem als dessen Chefredakteur. Nach dem Erfolg von „Nach Corona“ (2020) soll in den nächsten Tagen sein zweites Buch „Transhumanismus: Krieg gegen die Menschheit“ erscheinen.