Angriff auf Pegida-Demonstrant: Hausdurchsuchung bei einer „Oma gegen Rechts“

Bei einem Angriff auf einen rechten Demonstranten im November 2023 in Leipzig soll auch ein Mitglied der Bewegung „Omas gegen Rechts“ eine wichtige Rolle gespielt haben. Am Mittwoch fanden deshalb in Leipzig mehrere Hausdurchsuchungen statt.

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Angriff auf Pegida-Demonstrant: Hausdurchsuchung bei einer „Oma gegen Rechts“
Eine „Oma gegen Rechts“ bei einer Demonstration in Göttingen.© IMAGO / Müller-Stauffenberg

Leipzig. – Am Mittwoch fanden in mehreren Leipziger Stadtteilen Durchsuchungen statt. Die Sonderkommission Linksextremismus (Soko Linx) des Landeskriminalamtes Sachsen und die Staatsanwaltschaft Leipzig durchsuchten auf der Grundlage entsprechender Beschlüsse des Amtsgerichts Leipzig die Objekte von neun Beschuldigten im Alter zwischen 20 und 53 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, im November 2023 am Leipziger Hauptbahnhof gemeinschaftlich eine gefährliche Körperverletzung begangen zu haben.

Angriff auf rechten Demonstranten

Konkret geht es um einen Vorfall, bei dem ein 22-jähriger Demonstrant auf der Rückreise von einer Pegida-Demonstration in Dresden nach Leipzig am Leipziger Hauptbahnhof von einer Gruppe angegriffen und verletzt wurde. Drei Beschuldigte sollen zudem einen Brandanschlag auf eine Tiefgarage in Leipzig-Connewitz verübt und einen Polizeibeamten tätlich angegriffen haben. Da die Angreifer jedoch äußerst unprofessionell vorgingen, erleichterten sie der Polizei die Arbeit. Wie Tag24 berichtet, sollen die Angreifer zunächst unmaskiert das mit Videokameras gut überwachte Bahnhofsgebäude betreten und sich dann vor laufender Kamera quasi maskiert haben. Auf teils prominente Bekannte aus der linken Szene stießen die Ermittler dann bei der Auswertung der Bilder. Allen voran Jonas V. (21), der szeneintern als Redner und Klimaaktivist auftrat, ein Festival mitorganisierte und einem linken Medienkollektiv angehört. Zudem war er Assistent eines bekannten Leipziger Szene-Anwalts, bis dieser seine Zulassung verlor, wie Tag24 weiter berichtet. Zu den Gewalttätern soll auch Ferdinand U. (20) gehört haben, ein Autor, der laut Tag24 regelmäßig in einer großen Leipziger Online-Zeitung publiziert.

Nach Ermittlungen des Polizei sollen auch zwei Frauen an dem Überfall beteiligt gewesen sein: Die Agenturfotografin Lena W. (21), die für Tageszeitungen und Portale Demonstrationen und Klimaproteste fotografiert, sowie die Mitbegründerin der Leipziger Sektion von „Omas gegen Rechts", Katrin L. (53). Die beiden Frauen sollen das spätere Opfer im Zug beobachtet und Informationen an die in Leipzig wartenden Schläger weitergegeben haben.


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