„Fleisch muss Fleisch bleiben“: FPÖ startet Petition gegen Laborfleisch

Die Einführung von Laborfleisch ist keine utopische Zukunftsvision mehr. Befürworter sehen darin eine Möglichkeit, unter anderem den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Gegner wie die FPÖ befürchten ein schnelleres Bauernsterben und gesundheitliche Risiken.

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„Fleisch muss Fleisch bleiben“: FPÖ startet Petition gegen Laborfleisch
© FPÖ Kärnten

Klagenfurt. – In der Schweiz wird derzeit über die Zulassung eines im Labor aus Stammzellen gezüchteten Fleischprodukts diskutiert. Die Landwirte sind von dieser Entwicklung wenig begeistert und sehen Laborfleisch als Konkurrenz am Markt. Auch hierzulande würden sich die Bauern „natürlich“ gegen Laborfleisch wehren, sollte es eines Tages in österreichischen Supermärkten erhältlich sein, erklärte kürzlich der ÖVP-Abgeordnete Georg Strasser. Geht es nach den Kärntner Freiheitlichen, soll es aber gar nicht so weit kommen. Dazu wurde am Mittwoch eine Petition gegen Laborfleisch gestartet.

Nein zu Laborfleisch, ja zu heimischen Bauern

„Mit der FPÖ-Unterschriftenaktion gegen das Laborfleisch werden wir mit Unterstützung der Bevölkerung noch mehr Druck auf Ebene der Landes- und Bundesregierung sowie der EU machen“, erklärte die FPÖ Kärnten in einer Presseaussendung. Laborfleisch würde die Existenz der heimischen Bauern gefährden und die ländlichen Regionen vernichten. „Stattdessen werden internationale Großkonzerne Milliardengewinne kassieren. Wir wollen kein Schnitzel aus dem 3D-Drucker, sondern natürliche und regionale Lebensmittel.“ Ein Nein zu Laborfleisch bedeute daher auch ein Ja zu den heimischen Bauern, zur Heimat und zur Gesundheit, so FPÖ-Klubobmann Erwin Angerer. Laborfleisch aus der Fabrik habe nichts mit natürlichem Fleisch zu tun, alle Nähr- und Geschmacksstoffe müssten künstlich zugesetzt werden, so die Kritik.

Auch der Obmann des Vereins „Wirtschaften am Land“, Josef Plank, nannte Gründe, warum Laborfleisch kritisch zu hinterfragen sei. Nachhaltigkeit könne nicht nur unter einem Aspekt wie dem Tierwohl betrachtet werden. Man müsse die gesamte Wertschöpfungskette betrachten. Derzeit arbeiteten vor allem kleine Start-ups an neuen Fleischalternativen, die aber bei Erfolgsaussichten schnell von internationalen Großkonzernen aufgekauft würden. Zudem sei die Produktion von Laborfleisch vermutlich klimaschädlicher als die von natürlichem Fleisch, zitiert orf.at. Plank. Eine kürzlich veröffentlichte Studie der University of California komme zu dem Schluss, dass der Energiebedarf von Laborfleisch bis zu 25 Mal mehr CO2-Äquivalente pro Kilogramm Fleisch freisetzt als Produkte aus Tierhaltung.

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