Landtagswahl in Niederösterreich:
Selbstbestimmungsgesetz

Kathrin Vogler und die Indoktrination von Kindern

In seinem Kommentar kritisiert Julian Marius Plutz das neue Selbstbestimmungsgesetz als familienfeindlich, frauenfeindlich und schwulenfeindlich und die Linken-Politikerin Kathrin Vogler dafür, dass sie sich für Belange einsetzt, von denen sie als verheiratete Frau und Mutter offensichtlich nichts verstehe.

Kommentar von Julian Marius Plutz
9.1.2023
/
4 Minuten Lesezeit
Die in Gastbeiträgen geäußerten Ansichten geben ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors wieder und entsprechen nicht notwendigerweise denen der Freilich-Redaktion.
Kathrin Vogler und die Indoktrination von Kindern
Kathrin Vogler (DIE LINKE) DIE LINKE Nordrhein-Westfalen, Niels Holger Schmidt, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Kennen Sie Kathrin Vogler? Nicht? Keine Sorge, ich kannte Sie bis vor Kurzem auch nicht. Bei 736 Abgeordneten im Deutschen Bundestag, mehr als in Nordkorea, verliert man schon mal den Überblick. Doch sie ist relevant, denn sie ist eine der Kämpfer der gefährlichen Queer-Theorie, auf der das Selbstbestimmungsgesetz beruht.

Nach dem Abitur in Emsdetten studierte sie in Münster Soziologie, um dies im Jahr 1990 erfolgreich abzubrechen. Dafür wurde die kurzhaarige Dame Geschäftsführerin der Deutschen Friedensgesellschaft, kurz DFG-VK. Eine Gesellschaft, die sie von 1994 bis 1999 sogar leitete. Immerhin. Und seit 2009 sitzt sie für die ehemalige SED, die Partei DIE LINKE, im Deutschen Bundestag.

Die DFG, in der sie bis heute noch Mitglied ist, gilt als zutiefst pazifistisch und verlässt dabei auch mal die Grenzen der zivilisatorischen Höflichkeit. In ihrer Aktion „Schritt zur Abrüstung – wieder einer weniger" zeigt die Gesellschaft drei Soldaten, die den Sarg mit der Leiche eines Kameraden tragen. „Wir begrüßen diese konkrete Maßnahme, den Umfang der Bundeswehr nach und nach zu reduzieren“, heißt es dort weiter.

Vorläufiger Höhepunkt der linken Degeneration

Geschmackvoll, nicht wahr? Während manche Pazifisten, ohne Hang zur gespaltenen Persönlichkeit, in toto auf Gewalt verzichten, ist die DFG moralisch flexibler. Tote für die gute Sache nimmt man gern in Kauf. Nicht nur das scheint Voglers Partei, die mindestens 140 Mauertote zu verantworten hat, mit der Deutschen Friedensgesellschaft gemeinsam zu haben.

Doch sei‘s drum. Beim Hobeln fallen nun mal Späne. Das müssen Sie verstehen!  In dieser stalinistischen Konsequenz lebt Kathrin Vogler auch ihren Posten als „Queerbeauftragte“ ihrer Partei aus. Auf Twitter schreibt sie: „Die wiederholten Verzögerungen beim #Selbstbestimmungsgesetz sind ein Schlag ins Gesicht aller #trans Personen, die auf eine schnelle Umsetzung des Ampel-Koalitionsvertrags gehofft hatten. Angesichts der vielfältigen Vorarbeiten ist das auch nicht mehr nachvollziehbar.“

Davon abgesehen, dass die politische Existenz einer Kathrin Vogler für mich weniger nachvollziehbar ist, sollte man das „Selbstbestimmungsgesetz“ als das bezeichnen, was es ist: Als familien-, frauen-, -und schwulenverachtend. Mit diesem Vorhaben findet die Degeneration der politischen Linken ihren traurigen – ich befürchte jedoch lediglich einen vorläufigen – Höhepunkt.

Ein Mann ist keine Frau

Zu den Details: Das Gesetz ist familienfeindlich, weil ein Kind ab dem Alter von 14 Jahren notfalls unter Zunahme eines Familiengerichtes auch ohne Einwilligung der Eltern am Standesamt seine gesetzliche, geschlechtliche Bezeichnung ändern kann. Eltern werden somit ihrer natürlichen Aufgabe, ihren Nachwuchs zu erziehen, beraubt. Es besteht die Chance, dass sich Kinder von Mutter und Vater entfremden, während Heranwachsende gerade im Alter von 14 Jahren allerhand irrationale Entscheidungen, die Auswirkungen auf ihr ganzes Leben haben, treffen. In dieser Phase ist ein stabiles, familiäres Gerüst elementar. Anstatt dass der Staat den Rahmen schafft, dass mehr Kinder geboren werden, tut er hier genau das Gegenteil.

Zusätzlich ist das Gesetz frauenfeindlich, da sich jeder Fridolin kraft seines Wortes als Frau bezeichnen darf. Problem: Ein Mann ist keine Frau. Wenn eine Frau mit ihrem weiblichen Penis in die Umkleide spaziert, kann es sein und es ist auch schon geschehen, dass sich Frauen bedroht fühlen. Vergewaltigungen fanden statt. Und auch ein Vorfall, dass im Frauenknast eine Inhaftierte schwanger wurde, weil eine sogenannte Transfrau sie vergewaltigt hatte, ist bereits geschehen.

Das Gesetz ist außerdem schwulenfeindlich. Es ist zu befürchten, dass durch „geschlechtliche Umwandlungen“ sexuelle Neigungen kuriert werden sollen. Das Gesetz in Verbindung mit einer irren Transideologie könnte der Ausgangspunkt von Konversionstherapien sein. Es gibt mittlerweile viele Menschen, die eine Transition vorgenommen haben, dies später bitter bereuten und sich wiederum zur Detransition entschlossen. Dies bedeutet die “Rückabwicklung” der Geschlechtsanpassung zurück zum biologischen Geschlecht. Diese Menschen bleiben häufig eines: lebenslange Patienten.

Es ist eben kein Zufall, dass die höchste Rate an „Geschlechtsanpassungen“ nicht in den USA stattfindet, auch nicht in Schweden oder in Kanada, sondern im Iran. Wer Zustände wie im persischen Land bevorzugt, darf gerne eine der drei linken Parteien unterstützen, wahlweise jedoch die FDP.

Der Geist von Margot Honecker lebt in ihr

Kathrin Vogler dürfte dies egal sein, immerhin ist sie „Queerbeauftragte“ der Linken. Doch was heißt das „Q“ beim Buchstabenirrsinn „LGBTQ“? Selbst ich als Homosexueller bin überfragt. Wikipedia sagt, dass Wort sei eine „Sammelbezeichnung für Personen, Handlungen oder Dinge, die durch den Ausdruck ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität eine Abgrenzung zur gesellschaftlichen Cisgender-Heteronormativität bewirken.“ Frau Vogler ist mit einem Mann verheiratet und hat ein Kind, was völlig in Ordnung ist und sicher wird das Kind auch völlig ideologiefrei aufwachsen. Aber weshalb äußert sie sich über Belange, von denen sie offensichtlich nichts versteht? Weshalb unterstützt sie das familienzerstörerische Selbstbestimmungsgesetz, obwohl sie selbst ein Kind hat?

Vielleicht lebt sie ja den Traum der SED im Herzen weiter. Dort war die Erziehung das Herzstück des Staates. Kinder wurden ihren Eltern entzogen, in den Bildungseinrichtungen herrschte von Tag Eins an Indoktrination. Der Linkssozialismus von gestern ist die Queertheorie von heute. Nur die Farben haben sich geändert, beziehungsweise wurden erweitert. Neben Rot kamen allerhand Varianten vom Regenbogen hinzu. Traumschön. Und Kathrin Vogler? Sie dürfte das in der Manier einer Margot Honecker wohlwollend begleiten.


Zur Person:

Julian Marius Plutz, 1987 geboren, ist freier Journalist und schreibt unter anderem für die Achse des Guten, TheGermanZ und die Jüdische Rundschau.