Getränkebranche leidet unter CO2-Mangel

Jetzt trifft die Energiekrise die Brauereien und Getränkehersteller. Erste Unternehmen stellen ihre Produktion ein, der Brauerbund warnt vor steigenden Bierpreisen.
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In Deutschlands Brauereien, bei den Limo-Produzenten und Mineralwasserbrunnen wird das CO2 knapp. Das Gas, das die Hersteller nutzen, ist ein Nebenprodukt der Düngemittelproduktion, die üblicherweise im Sommer zurückgefahren wird. Aufgrund der gestiegenen Energiepreise ist die Herstellung von Dünger für einige deutsche Unternehmen aber nicht mehr rentabel, sie haben die Produktion deswegen ganz oder teilweise eingestellt. Damit sinkt auch die lieferbare Menge Kohlenstoffdioxid. Getränkehersteller müssen deshalb aktuell lange auf CO2-Lieferungen warten, oder bekommen nur einen Teil der bestellten Menge. Das Gas, das bei den Betrieben ankommt, kostet 10 bis 15 Prozent mehr als üblich, manche Quellen sprechen sogar von Preisanstiegen bis zu 25 Prozent.

Der Brauerbund warnt deshalb vor steigenden Bierpreisen. Auch Produktionsstopps sind möglich, sollte die CO2-Produktion weiter zurückgefahren werden. Brauereien benötigen das Gas, um Bier in Flaschen und Fässer füllen zu können. Die Aktienbrauerei Kaufbeuren hat einem Bericht des Bayrischen Rundfunks zufolge die Limonadenproduktion bereits eingestellt. Als nächsten drohe ein Ausfall der Mineralwasserproduktion. Das gelagerte CO2 halte man für die Bierabfüllung zurück, erklärte Brauereichef Gottfried Csauth.

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