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So machen sich Linke & Mateschitz-Hasser über seinen Tod lustig

Der Tod von Österreichs erfolgreichstem Unternehmer und Sport-Mäzen Dietrich Mateschitz (1944-2022) erschütterte weite Teile Österreichs. Doch nicht alle Kreise zollten dem gebürtigen Steirer Respekt, sondern ließen unmittelbar nach ihrem Ableben ihren Ressentiments gegen den Verstorbenen freien Lauf.
Julian Schernthaner
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24.10.2022
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20 Minuten Lesezeit
So machen sich Linke & Mateschitz-Hasser über seinen Tod lustig
Hintergrund: Freepik; Screenshots: Twitter (4); Komposition: FREILICH.

Mateschitz hatte im Land für sein unermüdliches Tun in zahlreichen Feldern viel Respekt – es gab aber auch viele Menschen, die seinem Lebenswerk negativ entgegen standen. So hatten Traditionalisten unter den Fußballfans wenig Freude mit seinen Mäzenaten für Red Bull Salzburg und RB Leipzig. Manch linksgerichtete Person hatte indes ein Problem damit, dass sein Sender „Servus TV“ regelmäßig auch rechte Stimmen sowie Corona-Maßnahmenkritiker zu Wort kommen ließ. Wer glaubte, mit seinem Tod würden die Anfeindungen aufhören, irrte: Einige Zeitgenossen ließen ihrer Häme freien Lauf – oder instrumentalisierten sein Ableben.

Forderungen nach Erbschaftssteuer

So wurde es für einige Personen populär, angesichts seines großen Vermögens politische Forderungen anzuhängen. So etwa ein Ökonom der Arbeiterkammer, der auf etwas behäbige Art und Weise eine Erbschaftssteuer ins Spiel brachte. Nach einem breiten Sturm der Entrüstung sah er allerdings selbst ein, dass sein Beitrag nicht der Weisheit letzter Schluss war.

Detail am Rande: Mateschitz zahlte die Steuern für den ganzen Weltmarkt in Österreich, unterhielt eine Stiftung, welche Querschnittlähmung heilbar machen will, sponserte eine Medizinuni und investierte Millionen in die Rückenmarkforschung.

Nicht der einzige Ökonom mit dieser Denke …

Ähnlich äußerte sich der am harten linken Rand operierende Antifa-Aktivist, Fotograf und Blogger Michel Bonvalot.

Auch die ebenfalls weit links stehende, selbsterklärte „Rechtsextremismus“-Expertin Natascha Strobl trauerte der versäumten Gelegenheit nach, Mateschitz‘ Vermögen nach dem Tod ein weiteres Mal dem Steuersäckel zuzuführen.

Grüne Gewerkschafterin hetzt unentwegt

Eine grüne Gewerkschafterin lancierte gleich eine Reihe von Anwürfen. Eine flapsige Bemerkung vor Jahren gegenüber einem Journalisten, für die sich Mateschitz später entschuldigte wurde zur „Bedrohung“ gestempelt – und sein Eintreten für die Meinungsvielfalt auch auf seinem Sender als „Hofierung von Rechtsextremen und Corona-Leugnern“ abgestempelt.

Auf den Hinweis eines Nutzers, wonach es der Anstand gebieten würde, sich nach dem Tod eines Menschen zumindest einige Tage lang zu mäßigen, legte die Dame sogar noch nach und sprach Mateschitz jeden Anstand ab: „Hätte Mateschitz ein wenig Anstand gehabt, könnt ich den Tweet gar nicht schreiben.“

Pietätlose Kommentare: Rapid löscht Beileid-Tweet

Keinen eigenen Ausrutscher leistete sich der traditionelle Hauptkonkurrent der Salzburger Fußballer, der SK Rapid Wien. Allerdings mutmaßlich Teile ihrer Fangemeinde. Der Rekordmeister löschte seinen Beileidstweet nämlich einem Sportjournalisten zufolge, da „90% der Kommentare darunter pietätlos waren und man diesen Personen keine Bühne geben möchte.

Kein Einzelfall: Unbestritten ist, dass Mateschitz‘ Fußball-Engagements manchen Anhängern des runden Leders ein Dorn im Auge war. Einige Fans rivalisierender Clubs ließen sich jedoch auch nach dessen Tod dazu hinreißen, ihre Abneigung nicht ruhen zu lassen:

Mediales Nachtreten nimmt überhand

Der Schweizer Blick veröffentlichte just am Tag nach Mateschitz‘ Tod einen Artikel, der aufzählte, welche von „Red Bull“ gesponserten Extremsportler sich verletzten oder gar beim Ausüben ihres Sports – im Fall einiger Basejumper – verstarben. Die taz berichtete über einen seitens vieler Twitter-Nutzer als pietätlos empfundenen Tweet des Komiker-Duos „Erkan & Stefan“, in dem Mateschitz unterschwellig rassistische Ressentiments unterstellt wurden.

Auch der Standard veröffentlichte einen überaus kritischen Nachruf, in dem man Mateschitz ein „eigenwilliges Weltbild“ attestierte. Und ein Journalist, der laut eigenem Profil Material für den NDR anliefert, echauffierte sich darüber, dass die „Tagesschau“ ihn in seinem Nachruf nicht ausreichend verdammte. Dabei bezeichnete ihn die öffentlich-rechtliche Nachrichtensendung sogar als „rechtspopulistisch“. Auch das ZDF kritisierte die Ausrichtung von „Servus TV“ in seinem Nachruf.

Einsatz für Meinungsfreiheit skandalisiert

Ein prononciert linker deutscher Buchautor unterstellte dem verstorbenen Mateschitz die Verbreitung „braunen Gedankenguts“. Dies untermauerte er mit Links zu einer Böhmermann-Show sowie zu zwei Artikeln, die sich damit beschäftigten, dass Mateschitz der Meinungsfreiheit ohne Ansehen der Person gewähren ließ. Folglich waren in Talkshows seines Senders stets Personen aus dem ganzen politischen Spektrum zu Gast: Von Gedankenverboten hielt er nichts.

Ein anderer Nutzer gab sich altklug, indem er Mateschitz unterstellte, durch seine Entscheidung gegen eine Chemotherapie habe er „sein Immunsystem trainieren“ wollen. Tatsächlich gelten die Aussichten auf Heilungserfolg einer solchen Therapie beim aggressiven Bauchspeicheldrüsenkrebs als gering.

Linke Twitter-Nutzer feiern Mateschitz-Tod

Solche Aussagen widersprachen vor allem dem kulturellen Grundsatz, dass man über Tote nur Gutes sagen soll und andernfalls zumindest schweigen möge, bis die Trauerphase vorüber ist. Doch unter dem Hashtag #Mateschitz tummelten sich auch Nutzer, welche das Ableben des „Red Bull“-Chefs offen feierten.


Weiterlesen:

Mateschitz: Ein Kämpfer für Meinungsfreiheit ist gegangen (23.10.2022)