Das Letzte (37): Die rechte Buchmesse und das Ende der Nische
Vom kleinen Treffen konservativer Verlage zur großen rechten Buchmesse: Die alternative Medienlandschaft hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert.
Vom kleinen Treffen konservativer Verlage zur großen rechten Buchmesse: Die alternative Medienlandschaft hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert.
Der deutsche Buchhandel steckt in der Krise: Innerhalb von nur fünf Jahren hat fast jede vierte Buchhandlung geschlossen. Hinter dieser Statistik verbirgt sich ein Strukturwandel, der nicht nur ökonomische Fragen aufwirft.
Die Gaststätte „Mittelpunkt der Erde“ in Brandenburg gilt als bekannter Treffpunkt der AfD. Erst Anfang Mai fand dort die „Alternative Buchmesse“ statt. Nun haben Unbekannte die Fenster des Lokals eingeschlagen und die Innenräume mit Farbe und Buttersäure beschädigt.
Es ist kein Geheimtreffen: Mitte Mai treffen sich verschiedene Akteure rechter Medien und Verlage zur ersten alternativen Buchmesse in Berlin. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm und der Austausch mit den Ausstellern. Auch FREILICH ist dabei.
Parallel zur Frankfurter Buchmesse findet am 21. Oktober eine kleine Buch- und Gegenkulturmesse im „Zentrum Rheinhessen“ in Mainz statt.
Bei der Klage auf Unterlassung und Schadenersatz geht es um den Verlagsnamen. Für den Prozess benötigt der neurechte „Jungeuropa Verlag“ Spenden.
Um die Teilnahme rechter Verlage an der Buchmesse zu verhindern, fordert Ditfurth eine Prüfung der Aussteller. Historiker und „erfahrene Antifaschisten“ könnten dies „ohne Probleme in kurzer Zeit“ herausarbeiten.
Bei der Frankfurter Buchmesse sorgte die schwarze Autorin Jasmina Kuhnke mit ihrer Absage für große Aufregung (TAGESSTIMME berichtete). Plötzlich war der Stand der beiden rechten Verlage „Jungeuropa“ und „Oikos“ im Zentrum der medialen Berichterstattung. Die TAGESSTIMME sprach mit Jonas Schick, dem Gründer des „Oikos Verlags“, über die Geschehnisse auf der Buchmesse und den Medientrubel.
Bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse plädierte der deutsche Außenminister Heiko Maas für ein Verlassen der „Konsens-Komfortzone“ – rechte Verlage wurden jedoch wie bereits im letzten Jahr in einer Sackgasse positioniert.
Mehrere patriotische Verlage und Initiativen werden vor Ort sein, um Interessierte über ihre Arbeit zu informieren.