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FPÖ präsentiert eigenen „Remigrationsbericht“ und Online-Tool

Nachdem das Innenministerium der freiheitlichen Forderung nach einem Asyl-Dashboard nicht nachgekommen war, hat die FPÖ am Mittwoch unter „bevölkerungsaustausch.at“ nun ein eigenes Tool präsentiert.
Monika Šimić
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9.11.2022
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2 Minuten Lesezeit
FPÖ präsentiert eigenen „Remigrationsbericht“ und Online-Tool
Screenshot: Internetseite www.bevölkerungsaustausch.at

Wien. – Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz heute gemeinsam mit Alexander Murlasits und Silvio Hemmelmayr von der Freiheitlichen Jugend (FJ) einen „Remigrationsbericht“ vor. Gleichzeitig wurde die Internetseite www.bevölkerungsaustausch.at vorgestellt, wo neben dem aktuellen Lagebild auch simuliert werden kann, ab wann Menschen mit Migrationshintergrund die Mehrheit im Land sein werden.

„Es wird schlimmer als 2015“

„Österreich wird derzeit von einer gigantischen Migrationswelle überrollt, die selbst das Asyl-Katastrophenjahr 2015 in den Schatten stellt“, so Schnedlitz. In diesem Jahr seien schon über 92.000 Asylanträge gestellt worden, bis Jahresende werde die 100.000er-Marke mit Sicherheit überschritten werden, ist Schnedlitz sich sicher. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2015 haben insgesamt 88.300 Migranten einen Asylantrag gestellt. „2015 wiederholt sich, und es wird wohl sogar noch schlimmer werden! Und was tut die ÖVP? Nichts! Sie redet von harten Maßnahmen und einer restriktiven Asylpolitik aber umgesetzt wird nichts davon“, kritisiert Schnedlitz. Nachdem das Innenministerium der freiheitlichen Forderung nach einem Asyl-Dashboard nicht nachgekommen war, präsentierte die Partei unter Bevölkerungsaustausch.at nun ein eigenes Tool, „um die Bevölkerung über die wahren Zustände in Österreich aufzuklären“.

FJ stellt Forderungen auf

Alexander Murlasits präsentierte in der Pressekonferenz die Lösung der FJ, um die aktuelle Entwicklung zu verhindern. Als wichtigsten Schritt nannte er dabei den Stopp des Asylmissbrauchs sowie die Auslagerung von Asylverfahren, wie es beispielsweise von Dänemark bereits praktiziert werde. Zudem brauche es schärfere Kriterien für qualifizierte Zuwanderung. Weitere Forderungen der Freiheitlichen Jugend sind eine Volksabstimmung über die Migrationspolitik, eine Einwanderungsquote nach Kulturkreis, die Etablierung einer Politik der Leitkultur mit Förderung und Erhalt der österreichischen kulturellen Identität, sowie eine aktive Remigration. Wem kein Aufenthaltsrecht in Österreich zustehe, der müsse das Land verlassen, bekräftigte Alexander Murlasits, der geschäftsführende Bundesobmann der FJ.

Internetseite liefert Überblick über Entwicklungen

Die Internetseite www.bevölkerungsaustausch.at soll also einen Überblick über den Status quo und die zukünftige Entwicklung der Bevölkerungszusammensetzung in Österreich liefern. Demnach dauert es noch 31 Jahre, 5 Monate und 54 Tage, bis der „Kipp-Punkt“ erreicht ist und die Zahl der Menschen im wahlfähigen Alter mit Migrationshintergrund größer ist als jene der Menschen ohne Migrationshintergrund. Besonders brisant: In Wien wird dieser „Kipp-Punkt“ bereits in sieben Jahren erreicht sein.

Dass für die Internetseite der Begriff „Bevölkerungsaustausch“ gewählt wurde, findet Hemmelmayr nicht problematisch. „Ich weiß, viele Menschen haben Probleme mit dem Begriff“, sagte Silvio Hemmelmayr, Obmann der Freiheitlichen Jugend Oberösterreich, aber: „Ich glaube nicht, dass Statistik etwas Rechtsextremes ist.“ Immerhin gebe es eine feststellbare Veränderung in der Bevölkerungsstruktur.

Hier geht es zum Tool: https://bevölkerungsaustausch.at/