Wien: FPÖ plant Veranstaltung mit Kickl und Bhakdi

Für Mitte April plant die FPÖ ein Symposium unter dem Titel „Souveränität und Freiheit für die Völker Europas“ in Wien, zu dem einige prominente Gäste geladen sind und bei dem unter anderem über die Coronajahre und den geplanten Pandemievertrag der WHO diskutiert werden soll.

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Wien: FPÖ plant Veranstaltung mit Kickl und Bhakdi
FPÖ-Chef Kickl trat damals bei den gut besuchten Coronademonstrationen in Wien mehrfach als Redner auf.© IMAGO / Michael Kristen

Wien. – Die Coronapandemie hat die Welt mehrere Jahre in Atem gehalten. Viele Maßnahmen, mehrere Lockdowns und eine eingeführte Impfpflicht, die nach heftigem Widerstand aus der Gesellschaft wieder aufgehoben wurde, später, gibt es in Österreich noch einiges aufzuarbeiten, was den Umgang der österreichischen Politik mit Corona betrifft. Über die vergangenen Krisenjahre soll nun unter anderem auch im Rahmen von zwei Veranstaltungen der FPÖ mit prominenten Gästen diskutiert werden.

Diskussion über Coronajahre

Unter dem Titel „Zurück zur Normalität“ lädt die FPÖ am 12. April 2024 zu einer Auftaktveranstaltung mit Parteichef Herbert Kickl und dem Epidemiologen Sucharit Bhakdi, der während der Pandemie als Impfgegner bekannt wurde. Bhakdi werde bei der Veranstaltung mit Kickl exklusiv „neue Fakten“ zur verfehlten Coronapolitik präsentieren, kündigte FPÖ-Nationalratsabgeordneter Gerald Hauser in den Sozialen Medien an.

Bhakdi nimmt am nächsten Tag auch am Symposium „Souveränität und Freiheit für die Völker Europas“ teil, zu dem weitere hochkarätige Gäste geladen sind. Gemeinsam mit Bhakdi diskutieren der Arzt Hannes Strasser, die AfD-Abgeordnete Christina Baum sowie der Arzt und Vorsitzende der Gesellschaft der Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie (MWGFD) über die Coronajahre.

Widerstand gegen WHO-Pandemievertrag

Beim Symposium sollen aber nicht nur die vergangenen Pandemiejahre in den Blick genommen, sondern auch mögliche Szenarien für die Zukunft diskutiert werden. Hintergrund ist vor allem das internationale Abkommen zur Vorbeugung von Pandemien, dessen Verhandlungen bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Anfang dieser Woche in die entscheidende Phase gegangen sind. Das Abkommen, das die Staaten besser auf künftige Gesundheitskrisen vorbereiten und klare Regeln in den Bereichen Prävention, Vorsorge und Reaktion liefern soll, ist als völkerrechtlich bindender Vertrag konzipiert, der unter anderem genaue Handlungsanweisungen für alle WHO-Mitgliedsstaaten vor und während einer Pandemie enthalten und eine verlässliche Finanzierung sicherstellen soll. Die FPÖ lehnt dieses Pandemieabkommen jedoch vehement ab. Bereits Mitte Februar appellierte FPÖ-Chef Herbert Kickl in einem offenen Brief an die Bundesregierung, dem Vertrag nicht zuzustimmen. Er sieht darin einen Angriff auf die Selbstbestimmung. Im Rahmen des Symposiums diskutieren der Südtiroler Landtagsabgeordnete Jürgen Wirth Anderlan, der Rechtsanwalt Philipp Kruse, der Arzt Christian Schubert sowie die AfD-Europaabgeordnete Christine Anderson deshalb zum Thema „WHO-Gesundheitsdiktatur verhindern“.

FPÖ will „Zurück zur Normalität“

Obwohl in Österreich mit 30. Juni 2023 alle COVID-19-Krisenmaßnahmen ausgelaufen sind und auch SARS-CoV-2 keine meldepflichtige Krankheit mehr ist, ist für die FPÖ die Normalität noch nicht wieder eingekehrt. Aus diesem Grund diskutieren der Medizinhistoriker Gerd Reuther, der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Renner und der freiheitliche Politiker Gerald Hauser über den Weg „zurück zur Normalität“.

Die Anmeldung zu beiden Veranstaltungen ist noch bis zum 08. April 2024 unter https://www.fpoe.at/anmeldung beziehungsweise unter https://www.fpoe.at/symposium möglich.

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