Berlin. – Aus einer bislang unveröffentlichten Sonderauswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2025 geht hervor, wie sich die Opfer schwerer Straftaten nach der Staatsangehörigkeit der Tatverdächtigen verteilen. Die Daten, die die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Christopher Drößler und weiterer Abgeordneter seiner Fraktion übermittelt hat, umfassen unter anderem Mord und Totschlag, schwere Sexualdelikte, gefährliche und schwere Körperverletzung sowie Raub. Die Auswertung zu Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellem Übergriff im besonders schweren Fall weist dabei erneut deutliche Unterschiede zwischen deutschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen aus.
Opferzahlen im Vergleich
Die Auswertung weist für das Jahr 2025 insgesamt 7.058 deutsche Opfer aus, die in Fällen registriert wurden, an denen mindestens ein deutscher Tatverdächtiger beteiligt war. Hinzu kommen 746 nichtdeutsche Opfer. Demgegenüber wurden in Fällen mit mindestens einem nichtdeutschen Tatverdächtigen 2.720 deutsche Opfer sowie 2.046 nichtdeutsche Opfer registriert.
Die Sonderauswertung differenziert auch in diesem Deliktsbereich nach einzelnen Staatsangehörigkeiten der Tatverdächtigen. Die höchsten Opferzahlen unter den gesondert ausgewiesenen Nationalitäten entfallen auf syrische, türkische und afghanische Tatverdächtige. In Fällen mit mindestens einem syrischen Tatverdächtigen wurden 445 deutsche und 302 nichtdeutsche Opfer registriert. Bei mindestens einem türkischen Tatverdächtigen wurden 338 deutsche und 203 nichtdeutsche Opfer registriert. Bei mindestens einem afghanischen Tatverdächtigen verzeichnet die Statistik 288 deutsche sowie 220 nichtdeutsche Opfer. Es folgen rumänische Tatverdächtige mit 111 deutschen und 106 nichtdeutschen Opfern.
Umgekehrt zeigen die Daten, dass unter den nichtdeutschen Opfern in Fällen mit mindestens einem deutschen Tatverdächtigen türkische Staatsangehörige mit 65 Opfern die größte einzeln ausgewiesene Gruppe bilden. Es folgen polnische Opfer (62), ukrainische (44), syrische (35), rumänische (24) und serbische Opfer (23). Damit liegen die Opferzahlen deutscher Tatverdächtiger bei den größten nichtdeutschen Opfergruppen jeweils deutlich unter den entsprechenden Zahlen deutscher Opfer in Fällen mit syrischen, türkischen oder afghanischen Tatverdächtigen.





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