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Politik

Asylkosten in Bayern seit 2020 mehr als verdoppelt

Trotz zuletzt sinkender Asylzugänge bleiben die Ausgaben in Bayern auf hohem Niveau. Gleichzeitig plant der Freistaat, bis Ende 2026 insgesamt 20.000 Unterbringungsplätze abzubauen.

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Die Kosten für Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern belasten den bayerischen Landeshaushalt mit Milliardenbeträgen.
Die Kosten für Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern belasten den bayerischen Landeshaushalt mit Milliardenbeträgen. (Bild: IMAGO / epd)

München. – Bayern hat im vergangenen Jahr rund 2,22 Milliarden Euro für die Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern aufgewendet. Fünf Jahre zuvor waren es noch knapp 1,08 Milliarden Euro. Damit haben sich die Ausgaben seit 2020 mehr als verdoppelt. Das zeigen Zahlen des Bayerischen Innenministeriums, die aus einer schriftlichen Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Rene Dierkes hervorgehen.

Am teuersten war das Jahr 2024: Damals beliefen sich die Ausgaben auf knapp 2,33 Milliarden Euro. 2025 gingen sie zwar wieder etwas zurück, lagen aber weiterhin deutlich über den Werten der vorangegangenen Jahre. So hatte der Freistaat 2021 rund 1,11 Milliarden Euro ausgegeben, 2022 waren es 1,46 Milliarden und 2023 bereits 1,94 Milliarden Euro.

Kosten umfassen auch Versorgung

Die Milliardenbeträge lassen sich allerdings nicht genau auf die Unterkünfte herunterbrechen. Die Staatsregierung hält die Frage nach den „Gesamtkosten für die Asylunterkünfte“ für zu unspezifisch und nennt deshalb die gesamten Ausgaben für Unterbringung und Versorgung. Gleichzeitig werden die Kapazitäten inzwischen zurückgefahren. Seit Juli des vergangenen Jahres läuft laut Angaben des Innenministeriums ein entsprechender Abbau. Bis Ende 2026 sollen 20.000 Plätze wegfallen. Als Grund nennt das Ministerium den deutlichen Rückgang der Asylzugänge. Besonders die vergleichsweise teuren Unterkünfte sollen dabei in den Blick genommen werden.

Mehr als 13.000 Plätze in München

Wie groß die Unterschiede zwischen den einzelnen Städten und Landkreisen sind, zeigen die Angaben vom 30. April. Allein für die Stadt München werden 13.056 regelmäßig belegbare Betten ausgewiesen. Im Landkreis München waren es 5.179, in Nürnberg 4.894, in Augsburg 3.559 und im Landkreis Rosenheim 3.374.

Mit 104 Prozent lag Ebersberg bei der Auslastung an der Spitze. Die Landkreise Rosenheim, Starnberg und Würzburg meldeten jeweils 97 Prozent. In Ingolstadt waren 53 Prozent der Kapazitäten ausgelastet, in Hof 54 Prozent und in Memmingen 55 Prozent. Die Staatsregierung weist darauf hin, dass es sich dabei lediglich um eine Momentaufnahme handelt und die Werte täglich schwanken können.

Mehr als 110 Herkunftsländer

Zum Stichtag waren in den bayerischen Asylunterkünften Menschen aus mehr als 110 Herkunftsländern untergebracht. Laut Innenministerium zählen zu den zehn häufigsten die Ukraine, Afghanistan, Syrien, die Türkei, Nigeria, der Irak, Somalia, Russland, der Iran und Äthiopien. Wie viele Personen jeweils aus diesen Staaten stammen, geht aus der Antwort nicht hervor.

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