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Gesellschaft

Attacke auf AfD-Stand: Ätzende Flüssigkeit verletzt neun Menschen

Eine Attacke auf einen AfD-Stand in Bad Kreuznach löste einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Die AfD spricht von einem „feigen Angriff“.

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Bei der Attacke auf den AfD-Informationsstand in Bad Kreuznach kamen mehrere Menschen mit der aus einem Gebäude geschütteten Flüssigkeit in Kontakt.
Bei der Attacke auf den AfD-Informationsstand in Bad Kreuznach kamen mehrere Menschen mit der aus einem Gebäude geschütteten Flüssigkeit in Kontakt. (Bild: AfD)

Bad Kreuznach. – Ein AfD-Informationsstand in der Innenstadt von Bad Kreuznach wurde am Mittwochnachmittag mit einer Flüssigkeit attackiert. Laut Polizei wurde die Substanz aus einem benachbarten Gebäude in Richtung des Standes geschüttet. Neun Menschen kamen mit der Flüssigkeit in Berührung und erlitten Hautreizungen. Zwei von ihnen wurden laut Medienberichten zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Der Vorfall ereignete sich im Bereich der Brückenhäuser. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten mit einem großen Aufgebot an. Laut Polizeiangaben konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden. Die Hintergründe sind bislang Gegenstand der Ermittlungen.

AfD spricht von konzentriertem Chlorphenol

Während die Polizei zunächst lediglich von einer noch zu untersuchenden Flüssigkeit sprach, machte die AfD konkretere Angaben. Die Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst schrieb auf X: „Aus einem Labor an der Roßstraße Ecke Mannheimer Straße wurde konzentriertes Chlorphenol (Desinfektionsmittel) aus dem Fenster auf den Stand und die anwesenden Personen gekippt“. Sie bezeichnete den Vorfall als „feigen Angriff“.

Unter den Anwesenden befanden sich laut der AfD neben Höchst auch der Bundestagsabgeordnete Sebastian Münzenmaier sowie die rheinland-pfälzischen Landtagsabgeordneten Damian Lohr und Jürgen Klein. Der AfD-Abgeordnete Joachim Paul erklärte später, Höchst und Lohr hätten medizinisch behandelt werden müssen. „Soviel zur Lage der Opposition in Rheinland-Pfalz“, schrieb Paul auf X.

Chlorphenol nicht einfach nur „Desinfektionsmittel“

Die Darstellung des Öffentlichen Anzeigers am Mittwochabend fiel auffällig zurückhaltend aus. In Überschrift und Anriss war lediglich von einem Angriff mit „Desinfektionsmittel“ die Rede. Die Bezeichnung „Desinfektionsmittel“ allein vermittelt allerdings kein vollständiges Bild der möglichen Gefahren des genannten Stoffes. Chlorphenole umfassen verschiedene chemische Verbindungen, die je nach Verbindung unterschiedlich gesundheitsschädlich sein können. Sie können unter anderem bei Hautkontakt, beim Einatmen oder Verschlucken gesundheitliche Schäden verursachen.

Laut der AfD reinigte die Feuerwehr den betroffenen Bereich von Rückständen. Polizei und Ordnungsamt stellten die Substanz demnach sicher. Die Polizei erklärte, dass aufgrund der vergleichsweise geringen Menge nach bisherigem Kenntnisstand keine schweren Verletzungen zu erwarten seien. Inzwischen konnten alle Betroffenen das Krankenhaus wieder verlassen. Welche Substanz tatsächlich auf den AfD-Stand geschüttet wurde, ist noch Gegenstand der Untersuchung.

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