In Italien sorgt eine neue Rechtspartei für Bewegung im politischen Spektrum rechts der Mitte. Die im Februar dieses Jahres gegründete Partei „Futuro Nazionale” des ehemaligen Generals Roberto Vannacci verzeichnet in aktuellen Umfragen deutliche Zugewinne und zieht zunehmend Politiker und Wähler von etablierten konservativen Parteien an.
Vannacci, ein 57-jähriger Veteran, der in Libyen, Somalia, im Irak und in Afghanistan eingesetzt war, war bei der Europawahl 2024 noch für Matteo Salvinis Lega ins Europäische Parlament eingezogen. Inzwischen hat er sich von der Partei getrennt und mit Futuro Nazionale eine eigene politische Kraft gegründet.
Umfragen: Futuro Nazionale nähert sich der Lega
Der Aufstieg der neuen Partei spiegelt sich auch in den aktuellen Umfragen wider. So sieht eine jüngste Ipsos-Erhebung Futuro Nazionale bereits bei 4,8 Prozent, eine YouTrend-Umfrage für Sky TG24 vom 16. und 17. Juni 2026 weist die Partei sogar bei 5,9 Prozent aus.
Damit liegt Futuro Nazionale zwar weiterhin hinter den großen Parteien, hat sich aber bereits vor mehreren kleineren politischen Kräften etabliert. Zum Vergleich: Die Lega erreicht in derselben Umfrage nur 5,8 Prozent und wird damit erstmals knapp von der neuen Konkurrenz überholt.
Mit 27,8 Prozent steht Ministerpräsidentin Giorgia Meloni mit den Fratelli d’Italia (FdI) weiterhin an der Spitze des Parteiensystems. Auf den weiteren Plätzen folgen die sozialdemokratische Partito Democratico (PD) mit 22,2 Prozent und die Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) mit 12,1 Prozent.
Neue AfD-Schwesterpartei setzt auf Remigration
Die Partei Futuro Nazionale erregt insbesondere durch ihre klare Unterstützung der Remigration Aufmerksamkeit. Gleichzeitig versucht Vannacci, seine Partei als Alternative zu den bestehenden rechten Kräften zu positionieren. Nach eigenen Angaben hat Futuro Nazionale bereits mehr als 100.000 Mitglieder. Zusätzlichen Rückenwind erhielt die Partei zuletzt durch den Übertritt von fünf Abgeordneten der Lega und der Mitte-rechts-Partei Forza Italia.
Der rasante Aufstieg der Partei hat in Rom bereits Diskussionen ausgelöst, ob Meloni Futuro Nazionale künftig in ihre Regierungskoalition integrieren könnte. Derzeit regiert sie gemeinsam mit Fratelli d’Italia, Lega und Forza Italia.







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