Berlin. – Eine aktuelle Erhebung des Instituts INSA zeigt eine klare Tendenz in der deutschen Bevölkerung: Eine Mehrheit bewertet einen möglichen Machtwechsel in Teheran positiv. Grundlage der Auswertung ist eine Befragung von 2.002 Personen im Zeitraum vom 13. bis 16. März 2026 bei einer Fehlertoleranz von ± 2,5 Prozentpunkten.
Im Zentrum stand die Frage: „Fänden Sie es (eher) gut oder schlecht, wenn die derzeitige politische Führung im Iran gestürzt würde?“ Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) gab an, einen Sturz der iranischen Führung eher zu befürworten. Lediglich 12 Prozent lehnen ein solches Szenario ab. Weitere 15 Prozent zeigten sich gleichgültig, während der Rest keine Angabe machte. Insgesamt zeigt sich somit eine deutliche Mehrheit für einen politischen Umbruch im Iran.
Breite Zustimmung über Parteigrenzen hinweg
Auffällig ist die parteiübergreifende Unterstützung. Wähler verschiedener politischer Lager befürworten mehrheitlich einen Machtwechsel in Teheran. Am höchsten ist die Zustimmung unter den Anhängern der Grünen: 71 Prozent von ihnen würden einen Sturz der iranischen Führung begrüßen. Auch unter den Wählern der Union ist die Zustimmung mit 66 Prozent deutlich. Ähnlich hohe Werte zeigen sich bei SPD-Anhängern (61 Prozent) und FDP-Wählern (50 Prozent). Auch bei den Linken liegt der Anteil der Befürworter mit 51 Prozent über der Hälfte.
AfD und BSW bilden Ausnahme
Eine Ausnahme bildet die Anhängerschaft der AfD. Mit 47 Prozent liegt die Zustimmung hier unter der absoluten Mehrheit. Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen, die einen Umsturz ablehnen (15 Prozent), sowie derjenigen, die sich dem Thema gegenüber gleichgültig zeigen (25 Prozent), vergleichsweise hoch. Auch unter den Wählern des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) zeigt sich ein differenzierteres Bild: 45 Prozent befürworten einen Machtwechsel, 15 Prozent sind dagegen und 18 Prozent beziehen keine klare Position.




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