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Politik

Umfrage: FPÖ bei 38 Prozent – Dreierkoalition reicht nicht

In einer aktuellen Umfrage erreicht die FPÖ einen neuen Höchstwert, während die SPÖ auf 15 Prozent fällt. Sogar die drei Regierungsparteien zusammen kommen nur noch auf 45 Prozent.

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ÖVP, SPÖ und NEOS kommen in der aktuellen Umfrage gemeinsam nur noch auf 45 Prozent.
ÖVP, SPÖ und NEOS kommen in der aktuellen Umfrage gemeinsam nur noch auf 45 Prozent. (Bild: IMAGO / Michael Indra)

Wien. – In der jüngsten Sonntagsfrage baut die FPÖ ihren Vorsprung weiter aus. In einer von Unique Research für die Heute-Zeitung durchgeführten Umfrage erreicht sie 38 Prozent. ÖVP, SPÖ und NEOS kommen gemeinsam dagegen nur noch auf 45 Prozent und hätten somit keine Mehrheit der Stimmen. Im Vergleich zur letzten Erhebung im Juni konnte die FPÖ zwei Punkte hinzugewinnen. Damals hatte Unique Research für die Freiheitlichen 36 Prozent ausgewiesen.

FPÖ erreicht neuen Umfrage-Höchstwert

Laut Heute erzielt die FPÖ unter Herbert Kickl mit dem aktuellen Wert den bislang höchsten Wert, den Unique Research für die Partei in einer Sonntagsfrage gemessen hat. Der Abstand zur zweitplatzierten ÖVP beträgt inzwischen 18 Prozentpunkte. Die Partei von Bundeskanzler Christian Stocker erreicht 20 Prozent. Noch deutlicher fällt der Rückgang bei der SPÖ aus. Für die Sozialdemokraten werden nur noch 15 Prozent ausgewiesen. Zum Vergleich: Bei der Nationalratswahl 2024 hatte die Partei mit 21,14 Prozent bereits ihr bis dahin schlechtestes Ergebnis bei einer Nationalratswahl erzielt.

Auch die NEOS erreichen in der Erhebung lediglich zehn Prozent. Damit kommen die drei Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS zusammen auf 45 Prozent. Die Grünen liegen mit zwölf Prozent vor den NEOS und wären damit laut der Umfrage die viertstärkste Kraft. Für die KPÖ weist Unique Research vier Prozent aus. Damit läge sie genau an der für den Einzug in den Nationalrat maßgeblichen Vier-Prozent-Hürde.

SPÖ-Krise verschärft sich

Die schlechten Umfragewerte treffen die SPÖ mitten in einer Debatte über ihre Parteiführung. Meinungsforscher Peter Hajek bringt das Ergebnis mit dieser Auseinandersetzung in Verbindung: „Die Ergebnisse sind vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Parteiführung zu sehen, die die SPÖ weiter schwächt“. Für die Sozialdemokraten müsse es deshalb nun darum gehen, „rasch Klarheit über die Parteiführung herzustellen“.

Am Sonntag sollen Andreas Babler und die neun SPÖ-Landesvorsitzenden in Wien zusammenkommen. Dabei dürfte es auch um Bablers weitere Zukunft an der Parteispitze gehen. Zuvor hatte der frühere ORF-Generaldirektor und Medienmanager Gerhard Zeiler öffentlich seine Bereitschaft erklärt, den SPÖ-Vorsitz zu übernehmen.

Neben der Sonntagsfrage hat Unique Research auch die allgemeine Einschätzung zur Entwicklung des Landes erhoben. 63 Prozent der Befragten gaben an, dass sich Österreich aus ihrer Sicht in die falsche Richtung bewegt. Im Juni waren es sechs Prozentpunkte weniger. 23 Prozent bewerten die Entwicklung dagegen positiv.

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