Wiens „Fehlplanungs- und Parkplatzvernichtungs-Stadträtin“ Ulli Sima (SPÖ) hat wieder zugeschlagen. Ursprünglich von den Grünen kommend, hat sie diese Ideologie offenbar nie abgelegt und wütet jetzt auf dem Ticket der SPÖ gegen den Individualverkehr und hier besonders gegen Autofahrer. Da werden völlig sinnlose Radwege gebaut, die kaum benutzt werden, wie etwa der in der Krottenbachstraße in Döbling. Oder einfach sogenannte „Verkehrsberuhigungszonen“ errichtet, wie derzeit auf der Landstraßer Hauptstraße, die zur Folge haben, dass die einst blühende Einkaufsstraße wohl demnächst ein Geschäftesterben erleben wird. Dafür gibt es dann dort Bäume und Sitzbänke, die kein Mensch braucht.
Jubelmeldungen verdecken die Schattenseiten
Derzeit feiert die Stadt Wien die Verlängerung der Linie 18 als Meilenstein moderner Mobilität. Doch hinter den Jubelmeldungen über neue Radwege, zusätzliche Bäume und eine „klimafreundliche Verkehrswende“ verbergen sich einige unangenehme Tatsachen.
Allen voran fällt die unverhältnismäßig lange Bauzeit ins Auge. Seit Februar 2025 wird an der gerade einmal 82 Meter langen Stadionbrücke gearbeitet. Gleichzeitig dient die Brücke lediglich als Teilstück einer insgesamt nur 3,1 Kilometer langen neuen Straßenbahnstrecke. Für ein derart überschaubares Projekt mussten die Wiener jahrelange Baustellen, Behinderungen und Einschränkungen in Kauf nehmen. Dass die Stadtregierung dies nun als besondere Erfolgsgeschichte verkauft, wirkt angesichts der Dimension des Vorhabens eher befremdlich.
Besonders stolz präsentiert man die Pflanzung von rund 200 neuen Bäumen. Doch auch hier drängt sich die Frage auf, ob die Verantwortlichen die Wiener für naiv halten. Die neuen Bäume entstehen nicht in dicht verbauten Bezirken, sondern mitten im Grünen Prater – einem der größten Naherholungs- und Waldgebiete der Stadt. Dort zusätzliche Bäume als großen ökologischen Durchbruch zu verkaufen, ist völlig absurd! Der Prater leidet gewiss nicht unter Baummangel.
Parkplatzvernichtung und steigende Belastungen
Wesentlich spürbarer für die Bevölkerung sind hingegen die Nachteile des Projekts. Für die neuen Verkehrsflächen und Umgestaltungen mussten zahlreiche Parkplätze weichen. Wieder einmal werden Autofahrer zur Kasse gebeten und aus dem öffentlichen Raum verdrängt. Für Pendler, Familien und ältere Menschen wird das Parken immer schwieriger, während die Stadtregierung gleichzeitig jede Gelegenheit nutzt, den Individualverkehr zurückzudrängen.
Offenbar sollen die Wiener Schritt für Schritt zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel gezwungen werden. Doch ausgerechnet bei den Öffis zeigt sich die Doppelmoral der Verantwortlichen. Einerseits wird der Verzicht aufs Auto propagiert, andererseits wurden die Ticketpreise deutlich angehoben. Besonders hart trifft dies ältere Menschen. Die Streichung des Seniorenfahrscheins hat vielen Pensionisten eine wichtige und günstige Mobilitätsmöglichkeit genommen.
Damit stellt sich die Frage ob man Senioren künftig faktisch immobil machen will? Besonders die, die mit dem Rollator unterwegs sind. Denn das Fahrrad ist wohl nur für die fittesten Pensionisten eine Alternative. Wer jahrzehntelang gearbeitet und in die öffentlichen Kassen eingezahlt hat, sollte im Alter nicht dafür bestraft werden, mobil bleiben zu wollen. Gerade ältere Menschen sind auf leistbare Verkehrsmittel angewiesen, um Arzttermine wahrzunehmen, Einkäufe zu erledigen oder soziale Kontakte zu pflegen.
Ideologie statt ausgewogener Verkehrspolitik
Die Verlängerung der Linie 18 mag für manche Fahrgäste eine Verbesserung darstellen. Doch die politische Selbstbeweihräucherung rund um das Projekt wirkt angesichts der langen Bauzeit, der Vernichtung von Parkplätzen und der fragwürdigen Baum-Offensive im ohnehin grünen Prater reichlich überzogen. Während die Stadtregierung von „klimafreundlicher Mobilität“ spricht, fragen sich viele Wiener längst, ob ihre eigenen Bedürfnisse überhaupt noch eine Rolle spielen.
Abgesehen davon sollte man endlich auch die Radfahrer an den Kosten der Radwege beteiligen. Denn noch immer radelt man völlig kostenfrei durch Wien. Keine Versicherung, keine Nummerntafeln, keine Radsteuer. Zahlen dürfen die Autofahrer, denen man dafür die Verkehrsflächen und Parkplätze reduziert! Das ist grüne Verkehrspolitik ausgeführt von einer roten Stadträtin. Hier muss endlich die Notbremse gezogen werden bevor Wien insofern komplett „verkehrsberuhigt“ ist, dass es nur mehr Megastaus auf den Straßen gibt.







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