Landtagswahl in Niederösterreich:

Steuerloch: Uniper wird weitere 25 Milliarden Euro Steuergeld verschlingen

Die Bundesregierung könnte sich mit der Rettung des Energiekonzerns Uniper schwer belasten. Zu den bisherigen Mitteln könnten weitere Milliarden kommen.
Redaktion
/
29.11.2022
/
2 Minuten Lesezeit
Steuerloch: Uniper wird weitere 25 Milliarden Euro Steuergeld verschlingen
Bild: Firmensitz der Uniper in Düsseldorf / Bild: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Die Schätzungen für die Kosten des deutschen Energieriesen Uniper treffen nicht zu. Bereits im September hatte die Ampel-Koalition ein Hilfspaket von 26,5 Milliarden Euro verabschiedet. Doch die gestiegenen Energiepreise zehrten dieses früher auf als vermutet, da die eingeplante Gasumlage nicht eingeführt wurde. Die Bundesregierung plant eine teilweise Verstaatlichung des Unternehmens, sollte der finnische Mehrheitsaktionär „Fortum“ das Kaufangebot annehmen. Uniper ist für die derzeitige Energieversorgung von hervorgehobener Bedeutung. Seit dem Ende der russischen Gaslieferung kauft Uniper an den Spotmärkten das benötigte Gas ein, zum hohen finanziellen Schaden des Konzerns.

Das Spiel mit den Ratingagenturen

Aus Sicht der Bundesregierung waren sowohl die Erhöhung des Eigenkapitals als auch der Einstieg des Staates nötig, um Uniper zu stabilisieren. Ratingagenturen hatten angekündigt, die Bonitätsnoten des Konzerns herunterzusetzen. Das hätte höhere Sicherheiten für den Kauf von Gas bedeutet, ein Vorgang, der bereits mehrere Energieunternehmen in den letzten Monaten in eine wirtschaftliche Notlage gebracht hatte.

Teile der bayerischen Landesregierung, namentlich der Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler), halten den Zeitpunkt für eine Umstrukturierung Unipers für gekommen. So äußerte er Pläne, die 97 Wasserkraftanlagen der Kraftwerksgruppen Donau, Isar, Lech und Main nach einer potentiellen Übernahme Unipers aus dem Energiekonzern „herauszulösen“.

Die Bundesregierung könnte sich mit der Rettung des Energiekonzerns Uniper schwer belasten. Zu den bisherigen Mitteln könnten weitere Milliarden kommen.

Berlin. – Die Schätzungen für die Kosten des deutschen Energieriesen Uniper treffen nicht zu. Bereits im September hatte die Ampel-Koalition ein Hilfspaket von 26,5 Milliarden Euro verabschiedet. Doch die gestiegenen Energiepreise zehrten dieses früher auf als vermutet, da die eingeplante Gasumlage nicht eingeführt wurde. Die Bundesregierung plant eine teilweise Verstaatlichung des Unternehmens, sollte der finnische Mehrheitsaktionär „Fortum“ das Kaufangebot annehmen. Uniper ist für die derzeitige Energieversorgung von hervorgehobener Bedeutung. Seit dem Ende der russischen Gaslieferung kauft Uniper an den Spotmärkten das benötigte Gas ein, zum hohen finanziellen Schaden des Konzerns.

Das Spiel mit den Ratingagenturen

Aus Sicht der Bundesregierung waren sowohl die Erhöhung des Eigenkapitals als auch der Einstieg des Staates nötig, um Uniper zu stabilisieren. Ratingagenturen hatten angekündigt, die Bonitätsnoten des Konzerns herunterzusetzen. Das hätte höhere Sicherheiten für den Kauf von Gas bedeutet, ein Vorgang, der bereits mehrere Energieunternehmen in den letzten Monaten in eine wirtschaftliche Notlage gebracht hatte.

Teile der bayerischen Landesregierung, namentlich der Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler), halten den Zeitpunkt für eine Umstrukturierung Unipers für gekommen. So äußerte er Pläne, die 97 Wasserkraftanlagen der Kraftwerksgruppen Donau, Isar, Lech und Main nach einer potentiellen Übernahme Unipers aus dem Energiekonzern „herauszulösen“.

Die zusätzlichen Kosten der Uniper-Rettung wurden vom stellvertretenden Bundessprecher der AfD, Peter Boehringer, scharf kritisiert: „Die Uniper-Rettung wird zur Dauerrettung, doch eine Überraschung ist das leider nicht. […] Es ist für das Ergebnis vollkommen unerheblich, wie diese Kosten zunächst ausgewiesen werden. Ob durch Bürgschaften, Kredite, Eigenkapitalzuschüsse, genehmigte Kapitalien oder Gasumlagen. Am Ende zahlt die deutsche Bevölkerung diesen Preis, sei es über die Gasrechnung oder durch Steuern oder durch Inflation.“