Berlin. – In der ZDF-Talkshow von Markus Lanz übte AfD-Chef Tino Chrupalla jüngst scharfe Kritik an der Rolle der Vereinigten Staaten im Nahen Osten. Dabei stellte er einen direkten Zusammenhang zwischen amerikanischen Militäreinsätzen und den Migrationsbewegungen der vergangenen Jahrzehnte her: „In den vergangenen Jahrzehnten war hauptsächlich Amerika für die Flüchtlingsströmen aus dem Nahen Osten verantwortlich. Für alle Kriege, die dort stattfanden, hat Amerika die Hauptschuld, was die Flüchtlingsströme angeht“.
AfD lehnt „Regime-Change“ im Iran grundsätzlich ab
Neben seiner Kritik an den USA bezog Chrupalla auch zum aktuellen Konflikt mit dem Iran Stellung. In der Sendung machte er deutlich, dass seine Partei militärische Eingriffe, die darauf abzielen, einen Regierungswechsel herbeizuführen, grundsätzlich ablehnt. Der AfD-Chef kritisierte den aus seiner Sicht völkerrechtswidrigen Krieg und bemängelte, dass eine klare Exit-Strategie fehle. Politische Veränderungen in Staaten wie dem Iran müssten seiner Ansicht nach von der Bevölkerung selbst ausgehen und dürften nicht von außen erzwungen werden.
Scharfe Kritik an Donald Trump
Als das Gespräch auf US-Präsident Donald Trump kam, wurde Chrupalla besonders deutlich. Der AfD-Vorsitzende zeigte sich von dessen Politik enttäuscht und erinnerte an zentrale Wahlversprechen des Republikaners. Im Wahlkampf hatte Trump angekündigt, keine neuen Kriege zu beginnen. Aus Chrupallas Sicht stehe er nun jedoch an einem Punkt, der einen neuen internationalen Konflikt auslösen könne. Angesichts dessen zeigte sich der AfD-Chef „maßlos enttäuscht“ und warf Trump vor, seine Versprechen gebrochen zu haben. Zudem kritisierte er, dass der US-Präsident nun genau die Politik betreibe, die er seiner Gegnerin Kamala Harris im Wahlkampf vorgeworfen habe.




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