Wien/St. Pölten. – Die jüngste Kriminalitätsstatistik zeigt einen deutlichen Anstieg der angezeigten Straftaten in Österreich. Wie Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) in Wien bekannt gab, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 538.656 Delikte registriert. Gleichzeitig konnte die Polizei mehr als die Hälfte der Fälle aufklären: 53,6 Prozent der Anzeigen wurden bearbeitet. Karner bezeichnete diese Quote als solide Grundlage für die Arbeit von Exekutive und Justiz. Die Statistik diene zudem als wichtige Orientierung für politische Entscheidungen.
Fast jeder zweite Tatverdächtige ist Ausländer
Auffällig ist die Zusammensetzung der Tatverdächtigen: 47,7 Prozent der ermittelten Personen besitzen keine österreichische Staatsbürgerschaft. Damit liegt ihr Anteil weiterhin auf einem hohen Niveau. Die größte Gruppe stammt aus Rumänien, gefolgt von Syrien und Deutschland. Innenminister Karner räumte zwar ein, dass die Zahl gestiegen sei, betonte jedoch zugleich die Konsequenzen. Die gute Nachricht sei: „Wir kriegen sie. Und wir schieben sie auch ab“. Im vergangenen Jahr seien rund 3.000 verurteilte Straftäter außer Landes gebracht worden.
Deutlicher Anstieg bei Jugendkriminalität
Bei Delikten im Internet wurde ein moderates Plus verzeichnet. Laut dem Innenministerium könnten die verstärkten Aufklärungskampagnen bereits erste Effekte zeigen. Besondere Aufmerksamkeit gilt jedoch der Entwicklung bei jungen Tatverdächtigen. Insbesondere in der Altersgruppe der Zehn- bis 14-Jährigen hat sich die Zahl der Anzeigen mehr als verdoppelt. Der Innenminister sprach von einem anhaltenden Problemfeld und sagte, dass die Jugendkriminalität weiterhin ein „Sorgenkind“ sei. Innerhalb dieser Altersgruppe fallen laut Statistik insbesondere Tatverdächtige aus Syrien auf. Dazu verweist das Innenministerium auf bestehende Maßnahmen, etwa eine eigene Einsatzgruppe zur Bekämpfung von Jugendkriminalität, sowie auf geplante Schwerpunktaktionen.
Politische Debatte um Ursachen und Konsequenzen
Die veröffentlichten Zahlen haben auch politische Reaktionen ausgelöst. So sieht der niederösterreichische FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer in der Statistik ein deutliches Signal für Fehlentwicklungen in der Migrationspolitik. „Wenn mittlerweile jeder zweite Tatverdächtige kein Österreicher ist, zeugt das vom Versagen der Bundesregierung, die in den letzten Jahren kriminelle Migranten scharenweise ins Land karrte“, kritisierte er in einer Aussendung.
Besonders kritisch bewertet Landbauer den Anstieg bei jungen Tatverdächtigen: „Wenn man sich die Zahl der 10- bis 14-jährigen Tatverdächtigen ansieht, weiß man ganz genau, wohin die Reise geht“. Dass in dieser Gruppe ebenfalls wieder die Syrer hervorstechen, sei „auch keine Überraschung“. Landbauer spricht in diesem Zusammenhang von „importierte Ausländerkriminalität“. Er verwehre sich, „unsere anständigen Jugendlichen mit diesem kriminellen Nachwuchs in einen Topf zu werfen“. Angesichts der präsentierten Zahlen fordert der Freiheitliche weitreichende politische Maßnahmen, darunter einen sofortigen Asylstopp, die Schließung der Grenzen sowie Remigration. Die Situation sei längst außer Kontrolle, warnt er.





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