Berlin. – Für die Installation des Kunstwerks „Südpfeil“ am Berliner Humboldt Forum wurden laut Bundesregierung rund 185.000 Euro aus Bundesmitteln aufgewendet. Dies geht aus der Antwort auf eine schriftliche Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich hervor.
Das Werk gehört zu den Kunst-am-Bau-Projekten des Humboldt Forums und besteht aus einem großformatigen, nach Süden weisenden Pfeil an der Nordfassade des Gebäudes. Das Werk des Architekten Jürgen Mayer H. soll den Blick symbolisch von Europa auf die Länder der südlichen Erdhalbkugel lenken und damit Perspektiven sichtbar machen, die nach Auffassung der Initiatoren in der europäischen Geschichtsbetrachtung häufig ausgeblendet werden. Im Kontext des Humboldt Forums wird die Installation als Beitrag zu postkolonialen Debatten verstanden und soll Fragen nach kolonialem Erbe, globalen Machtverhältnissen und kulturellen Perspektiven aufwerfen. Der „Südpfeil“ wurde im Jahr 2026 fertiggestellt.
Aufteilung der Ausgaben für den „Südpfeil“
Den Angaben zufolge entfielen rund 40.000 Euro auf den Wettbewerb zur Auswahl des Projekts. Für das Preisgeld wurden weitere 25.000 Euro veranschlagt. Die Realisierung des Kunstwerks selbst schlug mit etwa 120.000 Euro zu Buche. Insgesamt ergibt sich somit ein Betrag von rund 185.000 Euro.
Die Finanzierung erfolgte aus dem für Kunst-am-Bau-Projekte vorgesehenen Budget des Humboldt-Forum-Neubaus. Laut Bundesregierung waren hierfür 0,5 Prozent der Baukosten bestimmter Kostengruppen reserviert worden. Die entsprechenden Mittel wurden demnach bereits im Juli 2011 im Rahmen der Bauplanung genehmigt. Nach Angaben der Bundesregierung standen die Gelder ausschließlich für diesen Verwendungszweck zur Verfügung. Insgesamt wurden im Zusammenhang mit dem Humboldt Forum acht Kunst-am-Bau-Projekte realisiert.







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