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Politik

Sachsen-Anhalt: SPD entdeckt plötzlich die „Heimat“ – und verlost iPhones

Ausgerechnet die SPD in Sachsen-Anhalt setzt im Wahlkampf auf den Begriff „Heimat“ und lockt mit teuren Smartphones. In den sozialen Medien erntet die Kampagne scharfe Kritik von der AfD und Nutzern.

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SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann setzt im Landtagswahlkampf auf „Heimat“ – und auf ein Gewinnspiel mit drei iPhones.
SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann setzt im Landtagswahlkampf auf „Heimat“ – und auf ein Gewinnspiel mit drei iPhones. (Bild: IMAGO / Christian Schroedter)

Magdeburg. – Am 6. September 2026 entscheidet Sachsen-Anhalt über die Zusammensetzung seines neuen Landtags. Mitten im Wahlkampf versucht die SPD offenbar, mit einem Gewinnspiel Aufmerksamkeit zu erzeugen: In ihrer Wahlkampfzeitschrift „Heimat“ wurden zuletzt drei iPhone 17 verlost. Laut dem SPD-Spitzenkandidaten Armin Willingmann stieß die Aktion auf beträchtliche Resonanz. Im Rahmen des Gewinnspiels seien mehr als 40.000 Zuschriften eingegangen. Dass ausgerechnet die SPD ihre Wahlkampfzeitschrift unter den Begriff „Heimat“ stellt und darin hochwertige Smartphones verlost, ruft allerdings auch politische Gegner auf den Plan.

AfD-Abgeordneter kritisiert SPD-Kampagne

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Reichardt griff die Kampagne auf X scharf an. Er schrieb: „Die @SPD_LSA hat jetzt das Wort HEIMAT entdeckt - als Werbegag natürlich! Heimat sei für die SPD ein Ort, „an dem Einheimische von Zugereisten vergewaltigt und ermordet werden können“ und „an dem jeder zum Nazi wird, der sagt, Kriminelle und Illegale müssen abgeschoben werden“, so Reichardt. Weiter sei es ein Ort „an dem fleissige Arbeiter für Müßiggänger aus aller Welt schuften müssen“. Die SPD nenne das „Solidarität“. „Solidarität ist für die SPD auch, wenn Deutsche Rentner Flaschen sammeln und Milliarden für das korrupte Kiewer Regime verpulvert werden“, so der AfD-Abgeordnete.

Spott über SPD-Gewinnspiel

Auch unter dem Video Willingmanns selbst, das unter anderem auf Instagram veröffentlicht wurde, stößt die Aktion auf Kritik. Mehrere Nutzer werfen der SPD vor, mit den Smartphones auf Stimmenfang gehen zu wollen. Ein anderer Nutzer kommentiert knapp: „Verzweiflung pur“. Auch die Wahlkampfzeitschrift selbst findet wenig Anklang bei einem weiteren Kommentator: „Fliegt bei mir in den Müll ... ungelesen“.

Andere Kommentare verbinden das iPhone-Gewinnspiel unmittelbar mit Kritik an der Politik der Sozialdemokraten. „Das Leben ist unter anderem wegen euch so teuer, dass man einfach an einem Gewinnspiel für ein iPhone bei der SPD teilnehmen muss“, heißt es unter dem Video. Noch grundsätzlicher fällt ein weiterer Vorwurf aus: Einer der Mitverursachter sämtlicher Probleme, also die „Brandstifter“, würden nun versuchen, sich als Feuerwehr anzupreisen.

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