Sollte die Katastrophenkoalition aus CDU/CSU und SPD mit ihrem Bundeskanzler Friedrich Merz irgendwie die kommenden Krisenschübe überstehen, wird – Stand jetzt – am 25. März 2029 ein neuer Bundestag gewählt. Es ist kaum vorzustellen, dass die Regierung ohne Kanzler- oder gar Partnertausch die kommenden Jahre übersteht. Aber nehmen wir an, es käme so: Dann dürften Linke aller Couleur mit großer Panik vor dem, was kommen möge, in den Wahlkampf ziehen.
Einer, der getrost als einer der Wortführer der neuen linken Generation der BRD gelten kann, Jean-Philippe Kindler, gibt dieser näherkommenden Panik ob der Risse im Hegemoniegefüge bereits jetzt ein Gesicht, besser: einen Roman. Sein von der linksliberalen Kritik hochgelobter und regelrecht zum politisch-literarischen Buch des Sommers stilisierter Band Hier ist der Beginn und das Ende ist dort (Berlin 2026, kurz nach Erscheinen schon in 2. Auflage) widmet sich just dieser geplanten Bundestagswahl. Es spielt in den drei Tagen vor dem Urnengang und läuft in seiner Handlungslogik, wie die linksgrüne taz resümiert, auf eine Schlüsselfrage hinaus: „Was würdest du tun, wenn der Faschismus vor der Tür steht?“
Nun stehen mit Alice Weidel und Tino Chrupalla zwar eine konservative Marktliberale und ein gemäßigter sozialer Patriot vor der Tür, nicht „der Faschismus“, aber man muss den Sound, die Begriffswahl, die Denkweise der Kindlers hier und dort schon ernstnehmen, da sie insbesondere in den jüngeren Generationen reißenden Absatz findet. Und Kindler ist nicht irgendwer: Der 1996 in Duisburg geborene Linke hat sich als Satiriker, Podcaster und Pamphletist („Scheiß auf Selflove, gib mir Klassenkampf“) massenmedial einen Namen gemacht; seiner relativen Popularität geholfen – ihm folgt eine sechsstellige Personenzahl in „Sozialen Medien“ – hat überdies seine bis Mai 2026 andauernde mehrjährige Mitarbeiterrolle als Texter für die Linken-Ikone Heidi Reichinnek. So war er wesentlicher Teil des Reichinnek-Teams in der Stunde des bislang größten Triumphs.
Wir erinnern uns: Am 29. Januar 2025 hielt die Chefin der Linken eine Plenarrede im Bundestag zur Migrationsfrage. Die Stimmung war aufgeheizt, weil die Union ihre Anträge zur Asylpolitik auf die Tagesordnung des Hohen Hauses setzte, obwohl klar war, dass die AfD zustimmen würde. Für die vereinigte Linke der BRD war dies der lang ersehnte und prognostizierte Tabubruch und ein himmelschreiender Affront – Reichinnek eskalierte in der Rede „gegen rechts“ und die kommende schwarz-blaue Republik. Millionen Aufrufe auf allen Plattformen sorgten für einen unbeschreiblichen Hype der Linkspartei im gesamten Land, insbesondere unter jüngeren Menschen – Jean-Philippe Kindler, Heidi Reichinnek und Co. landeten einen Coup, der bis auf die Schulhöfe Wirkungen zeitigte. Insgesamt sind es längst über 35 Millionen Klicks, verteilt auf die diversen Apps. Erstmals gelang es eindrucksvoll, die vieldiskutierte Dominanz der AfD auf alternativen Formaten zu überwinden. Reichinneks Credo dabei: „Auf die Barrikaden“ gegen rechts. Die tätowierte Tänzerin Reichinnek wirkte dabei, vermittelt über unzählige TikToks und Vlogs aus ihrem politischen Alltag, lebensbejahend, fröhlich, radikal. Preise müssen runter, Mieten müssen gedeckelt werden, Nazis müssen raus – der zugespitzte Dreiklang, oftmals grinsend und gestikulierend vorgetragen, wirkte für die linken und grünen Milieus der Großstädte eingängig und mobilisierend. Aber auch im gutbürgerlichen Leitorgan FAZ attestierte man Reichinnek anerkennend, „Leichtigkeit und Lust auf Politik“ zu vermitteln.
Es war überdies eine andere Seite, nämlich die spürbare Hysterie Reichinneks ob eines vermeintlichen oder tatsächlichen Rechtsrucks in der BRD, die einem Teil der deutschen und migrantischen Jugend aus der Seele sprach – nahm man doch, verstärkt durch zügellose antifaschistische Propaganda, selbst Anfang 2025 wahr, dass etwas „ins Rutschen“ geriet, sprich: dass die linksliberale Hegemonie zunehmend in Frage gestellt wurde. Das lag natürlich an diversen Gewalttaten durch Ausländer und dem wachsenden Unmut unter den Schon-länger-hier-Lebenden; das lag ebenso an der immanenten Logik der postmodernen Linken, die in jedem banalen Widerspruch zu ihren Positionen bereits einen dräuenden Neofaschismus diagnostizieren will. Es war auch jene Stimmung, die Reichinnek, Kindler und weitere einflussreiche Linke erzeugten, die die darbende Linkspartei aus dem Tal der Tränen auf einen unverhofften Gipfel des Erfolges trug. Im Februar 2025 zog man – entgegen monatelangen Umfragetrends – problemlos mit über 60 Abgeordneten in den Bundestag ein, und das nach BSW-Abspaltung, Zwei-Prozent-Tief und internen Turbulenzen wenige Monate vorher. Dazu trug einiges bei, etwa politisch kluge Schachzüge wie die Rückkehr des intensivierten Haustürwahlkampfes und der konzertierten Vor-Ort-Kampagnen durch Reichinneks Kollegin Ines Schwerdtner, die das Graswurzelhafte von der Grazer KPÖ entlieh. Sie stellte die Gretchenfrage: Wie stärkt man den Gebrauchswert, den Nutzen der Partei, im Alltag der Leute? Ihre Antwort waren Initiativen wie „Die Linke hilft“, Stadtteilberatungen und Hilfsfonds für Normalbürger. Dazu trat, in immer bedeutender werdender Intensität, die „Influencer“-Arbeit des Reichinnek-Kindler-Gespanns, das sogar die AfD-Frontfrau Alice Weidel in den sozialen Netzwerken abhängte, aber ebenso parallel eine gewaltige massenmediale Unterstützung für die „neue“, Sahra-Wagenknecht-freie und damit weniger „russophile“ Linke. Heidi Reichinnek konnte bei Markus Lanz und Talkshow-Konsorten ungeachtet inhaltlicher Mängel und entsprechender argumentativer Unzulänglichkeiten weitgehend widerstandslos reüssieren – trotz des digitalen Zeitalters und seiner Verlagerung vieler Formate auf andere Plattformen (von Ben Ungeskripted bis Thilo Jung auf der Linken) ist dieser medienpolitische TV-Lanz-Effekt übrigens eine Thematik, die auch in Hier ist der Beginn und das Ende ist dort des Reichinnek-Beraters Jean-Philippe Kindler eine ungemeine Rolle spielt.
Verjüngung der Linken
Der Erfolg der Linkspartei insbesondere im Segment der Jugend darf nun nicht unterschätzt werden: Immer mehr junge Linke aus Subkulturen, antifaschistischen Splittergruppen und Klimaorganisationen strömten gemäß dem Anti-Merz- und Anti-AfD-Mantra „Jetzt erst recht“ 2025 und 2026 in die Linkspartei und sorgten dafür, dass die kriselnde Partei (noch) weiblicher, linker, grüner und städtischer wurde. Der digitale Reichinnek-Kindler-Hype der Sozialen Medien fand großen Niederschlag im Analogen – die Grundvoraussetzung für nachhaltiges politisches Engagement. Denn die Durchbrüche des politischen „Ich“, wie bei Heidi Reichinnek, sind nur von bleibender Relevanz, wenn sie eingebettet sind in ein sich bildendes und verstärkendes „Wir“, in ein auf längere Phasen anvisiertes Gemeinschaftsprojekt, das Menschen aneinanderbindet, das folglich jene Formation zu bilden vermag, die Antonio Gramsci in Weiterentwicklung des Mythendenkers Georges Sorel als „historischen Block“ in die politische Strategiedebatte einführte. Ein kleiner Vergleich mag diese Brisanz für die nahe Zukunft der bundesdeutschen Politik verdeutlichen: In der AfD sind rund 7.000 der rund 75.000 Mitglieder unter 36 Jahre alt, während es in der Linkspartei derer 70.000 sind – das Zehnfache. Die Linke hat also fast so viele junge Menschen als Mitglieder wie die AfD insgesamt über Parteifreunde verfügt. Der gesamte Altersdurchschnitt der Linken bei ihren schätzungsweise 130.000 Genossen liegt dementsprechend bei zukunftstauglichen 39; bei der AfD – die Angaben schwanken – hingegen bei knapp über 50.
Die Verjüngung der Linken, verstärkt durch einen Aderlass der Grünen Jugend, die in Scharen zur Linken übertrat, weil Bündnis 90/Die Grünen vermeintlich zu stark gen Mitte rutschte, entspricht aber, jedenfalls im parlamentarischen Rahmen, keiner Migrantisierung der Partei, wie rechts immer wieder geunkt wird. Nur 12 der 64 Bundestagsabgeordneten in der Linksfraktion haben einen Migrationshintergrund, also nicht einmal jeder Fünfte; in der bundesdeutschen Bevölkerung ist es dagegen mehr als jeder Vierte. Tatsächlich ist das Migrantische in der Linkspartei einerseits propagandistisch und andererseits beispielsweise für Berlin überproportional relevant, weil Figuren wie Ferat Ali Koçak („Der Neuköllner“) ihre Herkunft demonstrativ einsetzen und selbst am Mikrofon des Bundestages bemüht klischeefremdländisch, beispielsweise durch fragwürdige Rap-Einlagen, auftreten. Die migrantischen Linken innerhalb der Linken unterscheiden sich aber in der nationalen Frage nur unwesentlich von ihren „biodeutschen“ Genossen: Diese findet, jedenfalls in Bezug auf Deutschland, schlichtweg nicht statt. Der gemeinsam geteilte Fetisch der „offenen Grenzen für alle“ und des Hyperegalitarismus verdecken einstweilen die – durchaus vorhandenen – ideologischen Differenzen der unterschiedlichen linken Hauptströmungen. Zwar gibt es emsig gepflegte Ersatznationalismen (es konkurrieren insbesondere propalästinensische mit proisraelischen Strömungen), aber Deutschland wird, wie bei den Grünen, allenfalls als neutrales Siedlungsgebiet freier Individuen begriffen.
In Jean-Philippe Kindlers Werk, dem temporären Reichinnek-Hirn, taucht Deutschland nur als „Drecksland“ auf. Man lebt dort, weil man es muss (was freilich nicht stimmt), und das einzige, was „Deutsche“ untereinander verbinde, sei der Umstand, dass man „zufällig in Deutschland geboren worden“ ist: „Mehr“ gebe „es nicht“, ja „im Grunde“ gebe es „kein einziges tragendes Seil“, das die Menschen qua geteilter Abstammung und Tradition verbinde. Dies macht die zeitgenössische Linke in der BRD aus: Sie ist nicht überwiegend „antideutsch“, orientiert sich also nicht mehr so stark wie zuvor an der Bewegung der sogenannten Antideutschen, die sich – abseits von Leipzig, Jena und Potsdam – innerhalb der Partei eher auf dem Rückzug befindet, sondern man ist „postdeutsch“.
Das heißt: Ein Blick aufs Deutschtum existiert kaum noch; alles fließt ins identitär Fluide. Je stärker man sich aber ideologisch und habituell ins Anationale und Kosmopolitische flüchtet, desto aggressiver reagiert man auf jene Kräfte, die an der Relevanz von kultureller Identität und gewachsenen Gemeinschaften festhalten, für die es also nicht, wie für Reichinnek und Kindler, „Zufall“ ist, wo man von wem geboren wird, sondern die das Volk als Gemeinschaft begreifen von jenen, die vor uns waren, denen, die heute leben, und allen, die auf uns folgen werden. Ein solch „organisches“ Verständnis von Zugehörigkeit über das Zufallsprinzip hinaus – bei natürlich vorhandenen Veränderungen durch Zu- und Abwanderung in einem moderaten Maß – wird in einem absoluten, nicht relativen Sinne ausgedeutet und kategorisch als „menschenfeindlich“ verworfen. Und wer sich gegen „den Menschen“ stellt, das heißt als „Unmensch“ in Erscheinung tritt, gegen denjenigen ist als Feind der Menschheit alles erlaubt; der muss, gemäß immanenter Linkslogik, mindestens bestraft werden. Die antifaschistische Szene, die diese quasitotalitäre Schwarz-Weiß-Logik vertritt, gebiert in regelmäßigen Abständen Vollstrecker, die gewillt sind, die apodiktische Feindbestimmung in der Praxis gewaltvoll zu untermauern. Es steht eben nicht, wie die taz bezüglich Jean-Philippe Kindlers Roman formuliert, „der Faschismus vor der Tür“. Sondern immer häufiger tun dies Kommandos der Linken, die nicht nur die Haustüren inkriminierter Personen – Rechte aller Couleur – beschädigen, sondern zur körperlichen Gewalt übergegangen sind; die „Hammerbande“ und ihre Ableger sind die jüngsten Auswüchse dieser Tendenz unter jungen, interessanterweise fast ausnahmslos „biodeutschen“ Antifaschisten.
„An vermeintlich bösen Menschen böse Taten zu verüben kann eine transgressive Lust bereiten, da man sich in der Strafsucht moralisch überlegen fühlt“, heißt es bei den Soziologen Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey in ihrer Studie Zerstörungslust (Berlin 2025). Die Ironie der Analyse liegt darin: Amlinger und Nachtwey sind Linke, sie projizieren folglich diese – an sich: richtige – Erkenntnis just auf „Rechte“, was an die Pointe des Wiener Publizisten Martin Lichtmesz’ erinnern dürfte, wonach alles, was „professionelle ‚Entlarver’ und ‚Aufklärer‘ gegen ‚Rechts‘ über Rechte schreiben, eine Projektion ihrer eigenen Charaktereigenschaften, Denkstrukturen und Modi operandi“ sei.
Nüchtern und analytisch an die linke Herausforderung zu treten, ist ratsamer als den seit Jahrzehnten bekannten liberalkonservativen Empörungsritualen zu folgen. Diese sind zahnlos, weil sie über die moralische Verurteilung linker Täter („Das sind die wahren Faschisten!“) nicht hinausgehen, und sie sind unpolitisch, weil sie die operativen Zusammenhänge linker Zuspitzung nicht begreifen und seit jeher in der machtlosen Anrufung der Repressionsbehörden und der Mitte-Parteien verharren („Wieso handeln sie nicht?“, „Sie müssen das doch sehen“ und dergleichen mehr). Doch die Mitte-Parteien müssen (noch) nicht handeln, weil die Linke als Partei und, über sie hinaus, als Szene für den Herrschaftsschutz derselbigen sorgt. Die vereinigte Linke, ungeachtet all ihrer internen Differenzen und Friktionen, die einst wieder stärker von Relevanz werden dürften, stellt eine „radikale Flanke“ des zunehmend schwankenden Establishments dar. Diese radikale Flanke ist es, die im Rahmen des vorhin bereits erwähnten Schemas eines „historischen Blocks“ die Drecksarbeit im staatlich und zivilgesellschaftlich orchestrierten Kampf gegen rechts zu exekutieren hat. Eine solche Flanke gibt es in jeder politischen Gemengelage: Es handelt sich um Gruppen, die eben „radikaler“ – heißt: ideologisch grundsätzlicher, offensiver in den Aktionen o. ä. – wirken, und dadurch eine besondere Aufmerksamkeit auf sich lenken. Strategen der Linken sehen im Prinzip der radikalen Flanke eine eigene Dialektik am Werk: Denn sie setzt sich ins Verhältnis zu den gemäßigteren und zur Mitte neigenden Gruppen des eigenen Milieus. Radikaler als diese zu sein – und zwar in Rhetorik, Weltanschauung und Aktionsformen – muss daher immer relational betrachtet werden. Entscheidend ist: Überdehnt man zu stark die eigene Radikalitätsspanne, so verliert man die Bindung ans eigene „Norm“-Lager, das heißt an den moderaten Pol des eigenen Kosmos. Vor diesem Zwiespalt steht nun zunehmend die postdeutsche Linke, die sich im Wahn der Selbstradikalisierung befindet. Es ist anzunehmen, dass die kommenden Ereignisse rund um AfD-Wahlerfolge zwischen Magdeburg und Schwerin diese Entwicklung verstärken werden: Gewalt gegen Personen wird in der Linken zunehmend als „Notwehr“ gegenüber dem Rechtsschwenk eines größer werdenden Teils der Gesellschaft legitimiert, aber Gewalt gegen Personen will nicht jeder Linke affirmieren.
Was wird die Folge sein: eine neue linksterroristische Welle? Eine dann entstehende Kluft innerhalb der weiten Welt links der Mitte zwischen Normallinken und „radikalen Flanken“, die, angestachelt durch entsprechende legitimierende Äußerungen in Musik, Kultur und Gesellschaft, enthemmter denn je zur Tat schreiten?
Risse in der linken Hegemonie
So oder so: Die kommenden Entwicklungen werden von Widersprüchen geprägt sein. Wir sehen fortwährende Auflösungsprozesse bestehender linker Hegemonien im Allgemeinen und gleichzeitig verstärkte linke Rekrutierungserfolge unter jungen Menschen im Besonderen. Die dergestalt wachsende Linke, als Partei und als diese Partei weit überschreitendes Milieu zugleich, wird jedoch den vielschichtigen Prozess des Hegemonietransfers nach rechts, der als vibe shift keineswegs auf die BRD beschränkt ist, durch verstärkte Gewalt und Massenmobilisierung nicht aufhalten können. Ihr fehlt auf Dauer abseits des „Dagegen“, des stimulierenden, hysterisierenden und mobilisierenden Kampfes gegen rechts, eine taugliche und für die Mehrheit praktikable und akzeptable Perspektive des „Wofür“. Heidi Reichinneks Weggefährte Jean-Philippe Kindler verrät dies in seinem Roman Hier ist der Beginn und das Ende ist dort an einer markanten Stelle selbst, als sein Alter Ego formuliert: „Es war mein Leben lang so gewesen, egal wohin ich ging, es war immer weg von und niemals hin zu.“
Diese Flucht als Prinzip, als reine Negation, ist geistig und politisch nutzlos. Wer nichts bejaht, kann nichts Bleibendes hervorbringen, und wer nur entkommen will, wird niemals ankommen. Die Rechte muss allerdings ankommen und der Blick nach links wird das Seinige dazu beitragen, Fehler und Unstimmigkeiten des Gegners zu antizipieren, in ihrer weiterführenden Bedeutung einzuordnen und für die eigene politische Arbeit fruchtbar werden zu lassen. Denn der politische Gegner wird nicht durch affektierte Empörung entmachtet, sondern durch das Verständnis seines Wesens, seiner Stärken, aber eben auch seiner derzeit durch den elektoralen Erfolg kaschierten Schwachstellen. Aus den Rissen ihrer Hegemonie entsteht der Bruch.







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