Das NEET-Phänomen ist auch ein gesamteuropäisches Phänomen. Es bezeichnet junge Leute, die über keinen Arbeitsplatz, keine Lehre, keine nennenswerten Schulbesuche, keine Qualifikation et cetera verfügen: „Not in Education, Employment or Training“. Wer in Österreich über Bildung redet, muss sich auch mit dieser „ökonomisch nicht aktiven“ Gruppe befassen.
2023 waren genau 121.930 junge Menschen in der Alpenrepublik zwischen 15 und 24 Jahren weder in Ausbildung noch in Arbeit noch in einer AMS-Schulung. Das sind satte 12,9 Prozent dieser Altersgruppe. In Wien lag der Anteil sogar bei 17,7 Prozent, in Vorarlberg bei 14,9 Prozent. In allen Landeshauptstädten liegt der NEET-Anteil über dem Österreichschnitt.
Pflichtschule statt Perspektive
Über den Bildungsstand schreibt Statistik Austria in einer Pressemitteilung: „Der Anteil der Jugendlichen mit höchstens Pflichtschulabschluss ist seit 2009 von 51,9 % auf 54,7 % angestiegen, während der Anteil der NEET-Jugendlichen mit abgeschlossener Lehre um 6,1 Prozentpunkte auf 15,1 % gesunken ist.“ Bildung schützt allerdings zuallermeist vor Arbeitslosigkeit, fehlt sie, geht es bekanntlich meist bergab. So lag die Arbeitslosenquote 2024 insgesamt bei 7,0 Prozent, bei Personen mit gerade einmal einem Pflichtschulabschluss beim Dreifachen, nämlich 21,3 Prozent.
Dass bei dem Szenario die Massenmigration und nicht geschaffte, beziehungsweise verweigerte Integration eine wesentliche Rolle spielen, zeigt sich deutlich in Zahlen. Von den 121.930 NEETs im Alter von 15 bis 24 Jahren in Österreich im Jahr 2023 hatten laut Statistik Austria 51,8 Prozent einen Migrationshintergrund, das entspricht rund 63.160 Personen. Rund 58.770 Personen beziehungsweise 48,2 Prozent hatten keinen Migrationshintergrund. Das zeigt, dass Österreich wieder einmal im Bildungssektor ein Migrationsproblem hat. Und damit meine ich nicht den häufigen Horror des schulischen Alltags in den Multikultiklassen oder die syrische Zahnmedizinstudentin mit den Einser-Prüfungen. Es geht um das überwältigende Gros der das Asylrecht missbrauchenden Einwanderer mit ihrer kulturellen Fremdheit, den immensen Sprachproblemen, selbstgewählter Abschottung, bildungsfernem Religionsverständnis und einem – wenn überhaupt – späterem Einstieg ins Bildungssystem. Das alles addiert sich zu einem Standortrisiko.
Arbeitsmarktkrise und Brain Drain
Auch bei den arbeitslosen jungen Erwachsenen zeigt sich das Bildungsversagen der rot-schwarz-grün-pinken Politik. Unter den 20- bis 24-jährigen Arbeitslosen hatten 2024 49,8 Prozent maximal Pflichtschulabschluss; bei 26.703 Arbeitslosen in dieser Altersgruppe waren das rund 13.300 junge Menschen. Insgesamt waren 2025 beim AMS 139.864 Arbeitslose mit maximal Pflichtschulabschluss vorgemerkt — 44,0 Prozent aller Arbeitslosen. Während Zehntausende hängen bleiben, verliert Österreich parallel Talente: 2024 wanderten 4.849 österreichische Staatsangehörige mit Hochschul- oder vergleichbarem Abschluss aus.
Die gesellschaftlichen und ökonomischen Folgen dieser skizzierten Schieflage liegen auf der Hand. Monokausal begründete Lösungen gibt es nicht. Dennoch wäre ein Migrationsstopp ein erster Schritt, dem viele weitere entideologisierte Schritte und harte Schnitte in wirtschafts- und (aus)bildungspolitischer Hinsicht folgen müssen.







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