St. Pölten. – In St. Pölten sorgen aktuelle Zahlen zu den Auszahlungen der Sozialhilfe für politische Debatten. Wie oe24 unter Berufung auf die Austria Presse Agentur (APA) berichtet, fließt ein erheblicher Teil der Mittel an Personen aus Syrien und Afghanistan. Den zusammengetragenen Daten zufolge entfallen rund 50 Prozent der ausbezahlten Sozialhilfe auf diese beiden Herkunftsgruppen.
Datenlage zur Verteilung der Sozialhilfe
Den veröffentlichten Angaben zufolge beziehen in der niederösterreichischen Landeshauptstadt insgesamt 1.278 Personen Sozialhilfe (Stand: Jänner 2026). Die größte Gruppe stellen mit 528 Beziehern Menschen aus Syrien, was einem Anteil von rund 41 Prozent der gesamten Auszahlungssumme entspricht. Weitere 99 Bezieher stammen aus Afghanistan und erhalten etwa acht Prozent der Mittel. Zusammengenommen ergibt sich damit knapp die Hälfte der ausbezahlten Sozialhilfe.
Unterdessen machen österreichische Staatsbürger eine deutlich kleinere Gruppe aus. 359 Anspruchsberechtigte mit österreichischer Staatsbürgerschaft erhalten rund 28 Prozent der Mittel. Der Rest verteilt sich auf weitere Herkunftsländer.
FPÖ kritisiert aktuelle Praxis der Sozialhilfe
Die Zahlen haben in der Stadtpolitik bereits erste Reaktionen ausgelöst. Deutlich ablehnend äußert sich etwa die FPÖ St. Pölten zu den vorliegenden Zahlen. Landesrat und Spitzenkandidat Martin Antauer erklärt dazu in einer Aussendung wörtlich: „Die Sozialhilfe ist dafür da, unverschuldet in Not geratenen Österreichern unter die Arme zu greifen, damit sie wieder auf die Beine kommen und nicht für Syrer und Afghanen, die noch nie einen Cent ins System eingezahlt haben und es sich in der sozialen Hängematte gemütlich machen.“ Aus Sicht der Freiheitlichen sei die aktuelle Verteilung Ausdruck eines grundsätzlichen Problems. Soziale Gerechtigkeit sehe anders aus, so Antauer, weshalb er auch fordert, die Sozialhilfe an die österreichische Staatsbürgerschaft zu koppeln.

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