Kaum ein aktueller Film polarisiert derzeit so stark wie „Citizen Vigilante“ von Regisseur Uwe Boll. Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes gehen die Meinungen so weit auseinander wie selten zuvor. Während der Film bei den veröffentlichten Kritiken zweitweise auf 0 Prozent kam, vergeben Zuschauer einen Popcornmeter-Wert von 94 Prozent bei mehr als 2.500 Bewertungen.
Elon Musk befeuerte den Hype
Gleichzeitig entwickelt sich der Film zu einem kommerziellen Erfolg im Digitalgeschäft. So belegt „Citizen Vigilante“ aktuell Platz zwei der Filmcharts bei Apple TV und Rang eins der Verleihcharts von Amazon. Vor dem Hintergrund von Bolls früherem Ruf ist dieser Erfolg besonders bemerkenswert. Der Regisseur, der über Jahre hinweg häufig als einer der schlechtesten Filmemacher Hollywoods bezeichnet wurde, lässt mit einem vergleichsweise geringen Budget von rund vier Millionen US-Dollar deutlich teurere Produktionen hinter sich.
Der kürzlich veröffentlichte Film sorgte nicht nur wegen seines Inhalts für Schlagzeilen. Zuletzt hatte Elon Musk den Film für 48 Stunden kostenlos auf der Plattform X zugänglich gemacht. Dies trug maßgeblich zur hohen Reichweite und den kontroversen Debatten rund um den Film bei. In Deutschland stößt der Film weiter auf Widerstand. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) verweigerte „Citizen Vigilante” auch in zweiter Instanz eine Altersfreigabe. Somit erhält der Film für den deutschen Markt keine FSK-Kennzeichnung.
Politischer Zündstoff statt klassischer Filmdebatte
Die Handlung von „Citizen Vigilante“ folgt einem Mann, der das Gesetz in die eigene Hand nimmt und Jagd auf Kriminelle macht. Seine Selbstjustiz macht ihn innerhalb der Filmhandlung zu einer Social-Media-Sensation. Für die anhaltende Kontroverse sorgt vor allem die thematische Ausrichtung des Films: Er beschäftigt sich mit gewalttätigen muslimischen Migranten in Europa und zeigt unter anderem Messerangriffe sowie Gruppenvergewaltigungen. Nach Einschätzung des Branchenportals World of Reel habe gerade diese Thematik den Film zu einem Symbol der politischen Polarisierung gemacht. Das Portal argumentiert, viele Unterstützer würden den Film weniger wegen seiner filmischen Qualitäten feiern als vielmehr wegen seiner politischen Botschaft.
Der wirtschaftliche Erfolg könnte bereits Folgen haben. So veröffentlichte Boll auf seinem X-Account zwei Teaser-Motive, die auf eine Fortsetzung hindeuten. Einer der Entwürfe trägt den Titel Citizen Vigilante 2: The End of Somali Scams und soll die Handlung in die USA verlagern.





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