Nach der Auflösung der US-Entwicklungsbehörde USAID stehen viele ehemalige Mitarbeiter vor einem beruflichen Neuanfang, wie die New York Times berichtet. Ein Beispiel ist Sheryl Cowan, die zuletzt als Führungskraft in einer von USAID finanzierten Organisation ein Jahresgehalt von 272.000 Dollar bezog.
Nach ihrer Kündigung im März 2025 sucht Cowan eine neue Beschäftigung. Laut dem Bericht absolvierte sie kürzlich ein Online-Vorstellungsgespräch für die Stelle als Filialleiterin bei einem Gewürzhändler in Falls Church, Virginia. Der angebotene Stundenlohn liegt bei 19 Dollar. Abgesehen vom Gehalt wäre die Tätigkeit unterhaltsam, so Cowan. Sie könne sich vorstellen, den Job zumindest vorübergehend auszuüben.
Langjährige Erfahrung als Hindernis?
Cowan hat eigenen Angaben zufolge rund 60 Bewerbungen verschickt. Eine neue Stelle habe sie bislang jedoch nicht gefunden. Im Zuge ihrer Jobsuche hat Cowan ihre Bewerbungsstrategie angepasst. Dabei spielt auch der Umgang mit ihrer langjährigen Berufserfahrung eine Rolle. Nach mehr als 20 Jahren Berufserfahrung müsse sie diese plötzlich herunterspielen, da sie sonst zu alt wirke, erklärte sie. Ursprünglich hatte sie in ihrem Lebenslauf formuliert, sie verfüge über mehr als 30 Jahre Erfahrung, davon sei ihr jedoch abgeraten worden. Auch das Abschlussjahr solle sie nicht angeben. Inzwischen frage sie sich, ob sie all diese Leistungen tatsächlich erbracht habe und ob sie früher wirklich gut gewesen sei, sagte sie.





Kommentare
Sei der Erste, der einen Kommentar hinterlässt!