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Lehrerpräsident fordert Migrantenquote für Schulklassen und erntet Kritik

Nach seinen Aussagen zum Einfluss hoher Migrantenzahlen in deutschen Klassenräumen steht der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes in der Kritik.

Redaktion
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6.1.2023
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1 Minute Lesezeit
Lehrerpräsident fordert Migrantenquote für Schulklassen und erntet Kritik
KlassenzimmerMartin Kraft, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Berlin. - Die Silvester-Ausschreitung in mehrheitlich migrantischen Wohnquartieren Berlins heizten eine scharfe Debatte über Integration an. Die Forderung von Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, eine Migrantenquote für Klassen einzuführen, führte zu zahlreichen Reaktionen. „Wir haben ein Integrationsproblem in Deutschland“, meldete der Pädagoge. Es ließen sich „überproportionale“ Leistungsabfälle registrieren, wenn in einer Klasse ein Anteil von 35 Prozent Migranten übersteige. Er kritisierte die Untätigkeit der Regierung und der Bildungsministerin Bettina-Stark Watzinger (FDP), Meidinger habe das Gefühl, dass „die Bildung hinten ansteht“.

Beißreflexe in den sozialen Medien

Für diesen Vorschlag wurde dem Verbandsfunktionär Nähe zu rassistischen Ideologien vorgeworfen. Ein Autor des mit Zwangsgeldern finanzierten ZDF Magazin Royale twitterte: „Geil, Deutschland zeigt jetzt endlich sehr offensiv sein rassistisches Gesicht“. Doch der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes erhält auch Zuspruch. Carlo Clemens, Mitglied des Bundesvorstands der AfD und selbst studierter Lehrer für die Fächer Deutsch und Geschichte kommentierte: „Herr Meidinger spricht den berühmten Elefanten im Raum an. Die Bildungsforschung weist klar auf den Zusammenhang hin zwischen der zunehmend heterogener werdenden Zusammensetzung der Schülerschaft und Benachteiligungen, insbesondere für lernstarke und lernschwache Schüler. […]“

„Der akute und massive Lehrermangel hat dazu geführt, dass die Klassen jetzt schon überfüllt sind. Eine Umstrukturierung der Klassen wäre daher äußerst schwierig, besonders vor dem Hintergrund des Zuzugs tausender ukrainischer Schüler“, so Clemens weiter.

Er forderte von der Bildungsministerin Nordrhein-Westfalens, Dorothee Feller (CDU), Konzepte für die gleichmäßige Verteilung von ausländischen Schülern über eine Migrationsquote.