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Inflation im Dezember auf 10,2 Prozent

Wer einen Kuchen backen und dafür Zutaten wie Mehl, Eier, Zucker und Butter kaufen möchte, muss auch im neuen Jahr tief in die Tasche greifen.

Redaktion
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6.1.2023
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1 Minute Lesezeit
Inflation im Dezember auf 10,2 Prozent
VollkornmehlMargaret Hoogstrate, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Wien. - Laut Schnellschätzung der Statistik Austria lag die Teuerung im Dezember bei 10,2 Prozent, nach 10,6 Prozent im November und 11,0 Prozent im Oktober, gab die Behörde am Donnerstag bekannt. Damit hat sich die Inflation zum Jahresende 2022 auf einem hohen Niveau weiter eingebremst. Hauptverantwortlich für den jüngsten Rückgang seien die seit Dezember wirksame Strompreisbremse und der spürbar nachlassende Preisdruck bei Treibstoffen, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Dass die Teuerungen, egal ob Heizen, Wohnen, Sprit oder Essen weiter durch die Decke gehen, hält AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic fest.

Warenkorb fast doppelt so teuer

„Die Menschen müssen tiefer ins Geldbörserl greifen“, erklärte sie. „Viele stöhnen unter den hohen Preisen. Wer weniger hat, vergleicht beim Einkaufen die Preise und greift zu günstigeren Waren, bei denen wir seit Herbst letzten Jahres einen kontinuierlichen Preisanstieg beobachten.“ So zeigt ein aktueller AK Preismonitor, dass ein Warenkorb mit 40 preiswertesten Lebens- und Reinigungsmitteln zwischen September 2021 und Dezember 2022 um fast 42 Prozent mehr kostet.

Schaut man sich den Vergleich genauer an, so erkennt man, dass Sonnenblumenöl um 167 Prozent mehr kostet als noch im September 2021. Weizenmehl ist um 111 Prozent teurer, Penne-Nudeln um 91 Prozent und Kristallzucker um 81 Prozent. Selbst Zahnpasta kostet um 68 Prozent, WC-Papier um 54 Prozent mehr als im September 2021.

Warenkorb in Diskontern nur um wenige Prozent günstiger

Die AK hat zwischen 12. und 15. Dezember 2022 jeweils 40 preiswerteste Lebens- und Reinigungsmittel in sieben Supermärkten und bei Diskontern in Wien erhoben. Dabei hat man Waren in den Geschäften Billa, Billa Plus, Spar, Interspar, Hofer, Lidl und Penny unter die Lupe genommen. Bei den ausgewählten Produkten wurde in jedem Geschäft das preiswerteste Produkt (also das mit dem günstigsten Grundpreis) erhoben. Aktionen wurden berücksichtigt, nicht aber Kunden- oder Mengen-Vorteilspreise.

Tomaten, Mineralwasser, Cola-Getränke, Teebutter, Eier, Reis, Vollmilchschokolade, Penne, passierte Tomaten, Fischstäbchen, Katzenfutter kosten bei allen sieben geprüften Supermärkten und Diskontern gleich viel, wie der Preismonitor ergab. Der Warenkorb kostete im Dezember 2022 in den erhobenen Supermärkten (Billa, Billa Plus, Spar, Interspar) um durchschnittlich fünf Prozent mehr als bei den Diskontern (Hofer, Lidl, Penny).