Linz. – Aktuellen Zahlen zufolge können in Oberösterreich tausende Volksschulkinder dem Unterricht sprachlich nur eingeschränkt folgen. Laut Angaben der FPÖ Oberösterreich besuchen derzeit rund 7.300 sogenannte außerordentliche Schüler die Volksschulen im Bundesland. Dabei handelt es sich um Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen, die dem Unterricht nicht ausreichend folgen können.
Die Partei hebt besonders hervor, dass 36 Prozent dieser Kinder die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Ein Teil von ihnen sei zudem in Österreich geboren worden. Dazu erklärten die FPÖ-Bildungssprecherin Stefanie Hofmann und der Klubobmann Thomas Dim: „Staatsbürgerschaft allein ersetzt keine gelungene Integration.“
FPÖ sieht Eltern in der Verantwortung
Die Freiheitlichen sehen die Verantwortung für den Erwerb der deutschen Sprache vor allem bei den Eltern. „Es ist dringend notwendig, die Eltern in die Pflicht zu nehmen: Sie sind dafür verantwortlich, dass ihre Kinder die Landessprache lernen – nicht die Lehrkräfte“, betonen Hofmann und Dim. Die FPÖ ist der Ansicht, dass Lehrer zunehmend damit beschäftigt sind, Sprachbarrieren im Unterricht auszugleichen. Dadurch würde auch der reguläre Unterrichtsbetrieb leiden. „Das ist fatal – für die betroffenen Kinder, aber auch für den Bildungserfolg aller anderen Schüler“, so die beiden Politiker.
Diskussion um Deutschförderung an Schulen
In diesem Zusammenhang fordert die FPÖ strengere Maßnahmen im Bildungsbereich. Dazu zählen verpflichtende Deutschkenntnisse vor dem Schuleintritt, der weitere Ausbau von Deutschförderklassen sowie Deutsch als verbindliche Umgangssprache an Schulen, auch außerhalb des Unterrichts. Außerdem verlangt die Partei Sanktionen gegenüber Eltern, die sich an der Sprachförderung ihrer Kinder nicht beteiligen.
Die FPÖ spricht sich darüber hinaus für strengere Regeln beim Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft aus: „Es kann nicht sein, dass Volksschüler mit österreichischer Staatsbürgerschaft kein Deutsch sprechen“, so Hofmann und Dim. Kritik üben die Freiheitlichen auch an Berichten aus einer Volksschule, wonach Teile einer Englischstunde auf Türkisch abgehalten worden sein sollen. „Das kann nicht das Ziel des bundesgesetzlich vorgesehenen Erstsprachenunterricht sein. Integration ist eine Bringschuld – und die gemeinsame Sprache in unseren Schulen muss Deutsch sein.“







Kommentare
Sei der Erste, der einen Kommentar hinterlässt!