Budapest. – Nach 16 Jahren an der Macht hat die Fidesz-Partei von Viktor Orbán die Parlamentswahl verloren. Ersten Auszählungen zufolge kommt Fidesz nur noch auf knapp 40 Prozent der Stimmen. Die Tisza-Partei unter Péter Magyar erreichte hingegen rund 50 Prozent und wird voraussichtlich die neue Regierung stellen.
Damit endet vorerst die Ära der Fidesz-Alleinherrschaft, die Ungarn durch eine Politik der nationalen Souveränität, strenge Migrationskontrollen und wiederholte Konflikte mit der Europäischen Union geprägt hat. Die neue Mehrheit dürfte einen Kurswechsel in Richtung engerer EU-Integration, liberalerer Gesellschaftspolitik und veränderter Haltung in Migrations- und Rechtsstaatsfragen einleiten.
Die rechtsnationale AfD-Partnerpartei Mi Hazánk erreichte rund sechs Prozent. Wie stabil die neue Regierung unter Péter Magyar sein wird und welche konkreten politischen Veränderungen sie umsetzen wird, bleibt in den kommenden Wochen abzuwarten.




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