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Klimaextremisten nach Suppenangriff auf Kunstgemälde angeklagt

Sie übergossen ein Meisterwerk des Künstlers Vincent van Gogh mit einer Fertig-Tomatensuppe. Zwei selbsterklärte Umweltaktivisten wurden nach dieser Aktion nun wegen Sachbeschädigung angeklagt.
Redaktion
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17.10.2022
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2 Minuten Lesezeit
Klimaextremisten nach Suppenangriff auf Kunstgemälde angeklagt
Das Gemälde in der Nationalgalerie London, Jordiferrer, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

London. – Die zwei Frauen im Alter von 20 und 21 Jahren trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Just Stop Oil“. In wenigen Sekunden öffneten sie zwei Dosen mit Tomatensuppe und übergossen das Gemälde „Sonnenblumen“ des niederländischen Künstlers Vincent van Gogh. Dabei beschädigten die beiden Frauen lediglich den Rahmen „geringfügig“. Die Nationalgalerie London teilte mit, dass das Gemälde unversehrt sei, da es durch eine Glasplatte geschützt gewesen sei. Die Protestgruppe „Just Stop Oil“ fordert, sofort alle Öl- und Gasprojekte zu stoppen.

Internationaler Aktivismus

Die Gruppe „Just Stop Oil“ weist Gemeinsamkeiten mit deutschen Gruppen wie „Letzte Generation“ auf. Beide Gruppen werden dem radikalen Lager der Klimaschützer zugerechnet. Beide Gruppen nehmen auch Schaden von Menschen in Kauf, in dem sie etwa durch Blockaden in den Straßenverkehr eingreifen. 

Auch Aktionen in Museen gewinnen an Popularität in der Szene. Bereits im August ketteten sich italienische Vertreter der „Letzten Generation“ an das bekannte Fresko in der norditalienischen „Cappella degli Scrovegni“. Erst mit einem Polizeieinsatz konnten die Aktivisten aus dem Museum entfernt werden. Experten warnen vor einer Radikalisierung der Klimabewegung, auch Gewalt gegen Gegenstände und Menschen wird von wenigen Gruppen nicht mehr ausgeschlossen.