Cancel Culture: Konfliktzone Universität
Wissenschaft und Politik sind eng miteinander verflochten. Besonders heute ist die Universität ein politisch hart umkämpfter Raum.
Wissenschaft und Politik sind eng miteinander verflochten. Besonders heute ist die Universität ein politisch hart umkämpfter Raum.
In den Sozialen Netzwerken kursiert derzeit ein Video, das Muslime beim Gebet in Räumen der Universität zeigen soll. In den Kommentaren wird heftige Kritik geübt.
Im Rahmen einer Studie haben internationale Forscher festgestellt, dass ein Teil der von ihnen untersuchten Dinosauriernamen einen „rassistischen“, „sexistischen“ oder „kolonialistischen Hintergrund“ hat und fordern ein Umdenken und einen „inklusiveren“ Ansatz bei der Benennung künftiger Funde.
Der außerplanmäßige Professor Markus Veit teilte via X mit, dass er nicht mehr mit der Goethe-Universität Frankfurt zusammenarbeiten werde und warnte gleichzeitig, dass die Krise der Meinungsfreiheit an den Universitäten erhebliche gesellschaftliche Auswirkungen habe und noch haben werde.
Mit dem jüngsten Skandal um die vermutlich plagiierte Doktorarbeit der stellvertretenden Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung wird eine Entwicklung immer deutlicher: Plagiate sind in der Elite Normalität. Sie werden jetzt nur noch aufgedeckt. Ein Symptom gesellschaftlicher Spaltung.
In einem internen Rundschreiben reagiert das Rektorat der Montanuniversität auf Medienberichte der letzten Tage, wonach die Studentenverbindungen zurückgedrängt werden sollen, etwa durch den Ausschluss von universitären Feiern.
Wie viele andere Universitäten in Österreich kämpft auch die Montanuniversität mit sinkenden Studentenzahlen. Mit einem neuen Image will sie dieser Entwicklung entgegenwirken und nimmt dabei auch die traditionsreichen und eng mit der Universität verbundenen Studentenverbindungen ins Visier.
In einem Positionspapier fordern zahlreiche Professoren der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aktuell, über ein Verbotsverfahren gegen die AfD nachzudenken.
Vor einigen Wochen wurde dem RFS die Nutzung eines Hörsaals für einen Vortrag von Götz Kubitschek verwehrt. Die Antifa hingegen bekommt für eine Veranstaltung Mitte Dezember einen Hörsaal zur Verfügung gestellt.
Ranke, Droysen, Treitschke: Die Namen großer Historiker, die mit ihrer Arbeit bis heute wichtige Standards der Geschichtswissenschaft setzten, sind zahlreich und außerhalb ihres Fachbereichs finden sie kaum Beachtung. FREILICH-Redakteur Mike Gutsing stellt einen Vertreter der „zweiten Reihe“ dieser Giganten vor und zeigt, wie die Debatten des 19. Jahrhunderts auch heute noch nachwirken.