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„Mission 11“: Kickl warnt vor „Klimakommunismus“

Die österreichische Regierung stellte heute ihre Energiesparkampagne vor. Von der FPÖ hagelt es scharfe Kritik an der grünen Ministerin Gewessler.
Redaktion
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12.9.2022
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„Mission 11“: Kickl warnt vor „Klimakommunismus“
Herbert Kickl (F) am Rednerpult. Foto: © Parlamentsdirektion / Johannes Zinner (zugeschnitten)

Wien. – Die schwarz-grüne Bundesregierung hat am Montag die Energiesparkampagne „Mission 11“ präsentiert. Sie richte sich besonders an jene Menschen, denen es „möglich sei“, Energie zu sparen, betonte Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne). Als Spartipps empfiehlt die Regierung der Bevölkerung unter anderem: Heizkörper um zwei Grad herunterdrehen, beim Kochen „Deckel auf dem Topf lassen“, nicht zu heiß duschen und zehn km/h langsamer fahren. Laut Angaben der Ministerin sei es das Ziel, „Energie zu sparen, damit am Ende genug für alle da ist“. Der Kampagnenname „Mission 11“ bezieht sich auf das Ergebnis einer Analyse mit der Österreichischen Energieagentur. Demnach könnte jeder österreichische Haushalt elf Prozent einsparen. Die Kampagne soll bis März 2023 laufen.

Gewessler: „Weg vom russischen Gas“

Bei der Präsentation erklärte Gewessler auch, dass Russland kein verlässlicher Partner mehr sei. „Es gibt keine Zeit zurück. Zurück zu billigem russischen Gas“, betonte die Ministerin. Aus diesem Grund will Gewessler erneuerbare Energien ausbauen und weg vom russischen Gas.

Neben den Spartipps für die privaten Haushalte plant die Regierung aber auch Maßnahmen für den öffentlichen Bereich. So sollen Werbetafeln an öffentlichen Gebäuden nach 22 Uhr nicht mehr beleuchtet werden. Außerdem sollen öffentliche Gebäude nur noch bis zu 19 Grad beheizt werden, ausgenommen Kindergärten, Schulen, Spitäler und Pflegeeinrichtungen. Die Heizschwammerl im Freien will die Energieministerin ganz verbieten.

Kickl: „Ökomarxistische Wahnideen“

Scharfe Kritik an der vorgestellten Kampagne kam von FPÖ-Chef Herbert Kickl. „Ministerin Gewessler installiert jetzt mit der Rückendeckung von Kanzler Nehammer und Klubobmann Wöginger den Klimakommunismus im Land. Sie will den Menschen allen Ernstes vorschreiben, wie hoch sie die Heizung aufdrehen dürfen und Gastronomen verbieten, ihre Gäste vor dem Lokal mit ,Heizschwammerl´ vor der Kälte zu schützen. Diese Bevormundung ist völlig inakzeptabel“, erklärte Kickl in einer Aussendung am Montag. Seiner Ansicht nach kämen die „absurden Energiespartipps einer „Verhöhnung“ gleich. Man müsse sich fragen, mit welchen „ökomarxistischen Wahnsinnsideen“ sie die Bürger als Nächstes behelligen werde: „Kommt es demnächst zur Ausgabe von Lebensmittelkarten oder zu Stromabschaltungen? Missbraucht dann der ÖVP-Innenminister die Polizei dazu, Temperaturmessungen in Gebäuden vorzunehmen, anstatt sie zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung an die Grenze zu schicken? Was diese unselige Bundesregierung von den Grund- und Freiheitsrechten der Bürger hält, hat sie bereits mit ihrem Corona-Zwangsregime gezeigt, das sie jetzt offenbar fast nahtlos in den Klimakommunismus überführen will“, so Kickl.

Der FPÖ-Chef kritisierte einmal mehr den „Sanktionswahnsinn“ gegen Russland, der Österreich in einen „sinnlosen Wirtschaftskrieg“ hineinreibe. Nicht die Heizung muss abgedreht werden, sondern diese schwarz-grüne Bundesregierung durch schnellstmögliche Neuwahlen!“, so Kickl.