Hamburg. – Aktuell leben 1.975.907 Menschen in Hamburg. Dies geht aus der Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Unter ihnen befinden sich 238 Personen, die im Melderegister als „divers“ eingetragen sind, was einem Anteil von 0,012 Prozent an der Gesamtbevölkerung entspricht.
Die Zahlen werfen ein Schlaglicht auf das Spannungsverhältnis zwischen gesellschaftspolitischer Debatte und statistischer Realität. Während bundesweit immer wieder über immer neue Regelungen, Beauftragte und Professuren im Zeichen von „Gender“ diskutiert wird, zeigt sich in der Hansestadt, dass die betreffende Personengruppe sich im Promillebereich bewegt.
Hamburg im Zahlencheck
Die offizielle Einwohnerzahl verteilt sich auf sieben Bezirke. Den höchsten Anteil hat der Bezirk Wandsbek mit 457.125 Einwohnern, gefolgt von Hamburg-Nord mit 332.031 und Hamburg-Mitte mit 310.635 Einwohnern. Von den 1.975.907 gemeldeten Einwohnern sind 970.980 männlich, was einem Anteil von 49,14 Prozent entspricht.
Die Zahl der Personen mit dem Geschlechtseintrag „divers“ summiert sich stadtweit auf 238. Bezirksweise ergibt sich das folgende Bild: 53 Personen leben in Hamburg-Mitte, 34 in Altona, 41 in Eimsbüttel, 38 in Hamburg-Nord, 41 in Wandsbek, 12 in Bergedorf und 19 in Harburg. Die prozentualen Werte bewegen sich je Bezirk zwischen 0,001 und 0,003 Prozent.
Deutlicher Anstieg seit 2020
Auffällig ist die Entwicklung der vergangenen Jahre. Während 2020 lediglich 14 Personen mit dem entsprechenden Eintrag registriert waren, waren es 2021 bereits 22 und 2022 dann 31. Mittlerweile liegt die Zahl bei 238. Dieser sprunghafte Zuwachs fällt zeitlich mit dem Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes im November 2024 zusammen.
Vor diesem Hintergrund sieht der AfD-Abgeordnete Eugen Seiler die politische Diskussion aus dem Gleichgewicht geraten. Die Entwicklung zeige zweierlei zugleich: „einen deutlichen Anstieg der Einträge – und dennoch eine weiterhin äußerst geringe absolute Größenordnung. Auch nach dem sprunghaften Zuwachs sprechen wir über 238 Personen in einer Stadt mit fast zwei Millionen Einwohnern“. Dass für eine derartige „künstlich konstruierte Minderheit“ immer wieder Sonderreglungen eingeführt und Stellen geschaffen würden, wie Genderbeauftragte oder Genderprofessuren, sei „völlig unverhältnismäßig“, kritisiert er. Das Selbstbestimmungsgesetz stehe exemplarisch für den „völlig falschen ideologiegetriebenen Weg“ und müsse deshalb insgesamt wieder abgeschafft werden, „damit Politik sich wieder an Maß und Verhältnismäßigkeit orientiert“, fordert der Abgeordnete.





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