Duisburg. – Beim 79. Landesparteitag der FDP Nordrhein-Westfalen in Duisburg stellte der neu gewählte stellvertretende Landesvorsitzende Alexander Steffen in seiner Rede unter anderem die Auswirkungen der deutschen Migrationspolitik seit 2015 in den Mittelpunkt. Er hob besonders hervor, dass aus seiner Sicht vor allem gut integrierte Migranten unter den Entwicklungen der vergangenen Jahre leiden.
Persönliche Geschichte als Ausgangspunkt
Um die gesellschaftlichen Herausforderungen greifbar zu machen, verwies Steffen in seiner Ansprache auf seine eigene Biografie. „Ich bin 1993 mit dem Namen Alexander Djodari-Irani auf die Welt gekommen. Mein Papa ist vor den Mullahs aus dem Iran geflohen und im Kindergarten entschied er, dass ich den Namen meiner Mama tragen soll, damit ich es einfacher in Deutschland habe.“ Diese Entscheidung sei kein Einzelfall, sondern spiegele strukturelle Realitäten wider.
Laut dem FDP-Politiker nimmt die Unzufriedenheit unter Menschen mit Migrationshintergrund zu. In Gesprächen mit Betroffenen höre er immer häufiger das folgende Urteil: „Ich habe keine Lust mehr, in die gleiche Schublade gesteckt zu werden wie Menschen, die sich hier nicht integrieren.“ Steffen führt diese Entwicklung auf politische Fehlsteuerungen zurück: „Wir haben so viele gut integrierte Migranten, die dieses Land voranbringen und die leiden unter der Migrationspolitik, die wir seit 2015 zugelassen haben“.
Forderung nach gesellschaftlichem Wandel
Steffen ist der Ansicht, dass sich der gesellschaftliche Umgang mit Migration grundlegend ändern sollte. Das Ziel müsse sein, dass Herkunft oder Name nicht länger als Nachteil empfunden werden. „Ich möchte, dass eines Tages, und schon ganz bald, nie wieder ein Elternteil mit Migrationshintergrund auf die Idee kommt, seinen Namen nicht weiterzugeben, weil der Name schon eine Belastung ist (...).“ Den zentralen Gedanken seiner Rede verbreitete Steffen anschließend auch selbst über die Plattform X. Dort formulierte er zugespitzt zum geteilten Video: „Niemand leidet so sehr unter der Migrationspolitik seit 2015 wie gut integrierte Migranten.“







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