Bremen. – Eine Auswertung der Wahlergebnisse und Geburtenraten in Bremen sorgt in Sozialen Medien aktuell für Diskussionen. Die Analyse basiert auf offiziellen Daten der Stadt Bremen und zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Wählergruppen der einzelnen Parteien. Im Fokus steht dabei ein auffälliger Zusammenhang: In Stadtteilen mit einer höheren Geburtenrate erzielt die AfD besonders hohe Stimmenanteile.
Klare Korrelation: AfD vorne, Grüne und Linke im Minus
Die Zahlen zeichnen ein deutliches Bild. Die stärkste positive Verbindung zwischen Stimmenanteil und Geburtenrate findet sich bei der AfD, die mit 0,7223 eindeutig die höchste Korrelation hat. Auch andere Parteien liegen im positiven Bereich, wenn auch deutlich schwächer. So folgen das BSW mit 0,5344 und die SPD mit 0,4365. Auch für die CDU, die eine leicht positive Korrelation von 0,2413 aufweist, ergibt sich ein moderater Zusammenhang. Bei den linken Parteien stellt sich die Lage ganz anders dar. So ist die Korrelation bei den Linken mit -0,4932 und bei den Grünen mit -0,7418 eindeutig negativ.
Soziale Unterschiede prägen das Ergebnis
Die Verteilung der Parteistimmen hängt offenbar stark mit den sozialen Strukturen zusammen. Laut Auswertung ist die AfD vor allem in strukturell schwächeren Gebieten präsent. Auch andere Parteien weisen typische Milieus auf. So sind das BSW und die SPD zumindest in Bremen ebenfalls in sozial schwachen Regionen stark. Gleichzeitig schneiden die Grünen besonders in wohlhabenderen und akademisch geprägten Vierteln gut ab, wie es in der Auswertung heißt.
Der Autor selbst warnt jedoch vor vorschnellen Schlüssen, denn der Pearson-r messe lediglich die Stärke eines linearen Zusammenhangs, nicht jedoch die Größe eines kausalen Effekts. Zudem sei nur ein Faktor untersucht worden. Auch bei der Interpretation zeigt er sich zurückhaltend: „Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass, wie in den USA, Rechte signifikant mehr Kinder bekommen als Linke.“ Entscheidend könnten stattdessen andere Faktoren sein: „Die beobachteten Korrelationen lassen sich vermutlich eher durch Unterschiede in sozioökonomischem Status sowie höhere TFR in bestimmten Bevölkerungsgruppen erklären“, betont er.







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