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FREILICH Nr. 42: Yalla, Yalla Migrantifa! Neue Fronten im linken Lager

Die radikale Linke verändert sich: Neue migrantisch geprägte Gruppen beanspruchen Einfluss, alte Konflikte brechen wieder auf. Die neue FREILICH-Ausgabe beleuchtet die linksradikale Szene und zeigt, wie sie denkt, kämpft und sich zerstreitet.

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FREILICH Nr. 42: Yalla, Yalla Migrantifa! Neue Fronten im linken Lager
(Bild: FREILICH)

Palästinafahnen hier, Israelfahnen dort – und auf beiden Seiten steht die Antifa. Was in Leipzig offen auf der Straße ausgetragen wird, beschäftigt die radikale Linke längst auch anderswo. Es geht um politische Grundsätze, gegenseitige Ausschlüsse und die Kontrolle über gemeinsame Räume.

Die politische Linke befindet sich im Wandel. Neue Akteure treten auf, alte Gewissheiten werden infrage gestellt und Konflikte, die lange unter der Oberfläche schwelten, brechen offen hervor. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Haltung zu Israel oder den Nahostkonflikt. Auch Fragen nach Herkunft, Identität und politischer Deutungshoheit gewinnen innerhalb der Szene an Bedeutung.

Mit FREILICH Nr. 42 „Yalla, Yalla Migrantifa!“ widmen wir uns den Veränderungen innerhalb der radikalen Linken. Wir untersuchen ihre ideologischen Grundlagen, politischen Netzwerke und gesellschaftlichen Einflussmöglichkeiten. Dabei fragen wir, wie sich das linke Milieu verändert, welche neuen Konfliktlinien entstehen und welche Rolle Hochschulen, Parteien und politische Bewegungen dabei spielen.

Migrantifa gegen Antifa?

Nach dem Anschlag von Hanau entstanden in zahlreichen Städten Gruppen unter dem Namen „Migrantifa“. Aktivisten mit Migrationshintergrund wollen nicht länger bloß Gegenstand linker Solidarität sein, sondern selbst die Richtung bestimmen. Wir zeichnen die Entstehung dieses Milieus nach und zeigen an Beispielen aus Wien und Leipzig, warum der linke Szenestreit weit über die Israelfrage hinausgeht.

Dabei werden auch grundsätzliche Widersprüche sichtbar. Wo unterschiedliche Vorstellungen von Antirassismus, Internationalismus und politischer Solidarität aufeinandertreffen, geraten bisherige Bündnisse unter Druck. Die Auseinandersetzungen innerhalb der Szene werfen damit auch die Frage auf, was die radikale Linke heute überhaupt noch zusammenhält.

Netzwerke, Nachwuchs und Radikalisierung

Im großen FREILICH-Interview spricht der FPÖ-Linksextremismussprecher Sebastian Schwaighofer über Antifastrukturen, politische Gewalt und die Verbindungen der Szene in Medien, Hochschulen, Vereine und Parteien. „Verharmlosung beginnt oft bei der Sprache“, lautet seine Kritik an Teilen der Berichterstattung. Schwaighofer erklärt, warum er nicht nur auf Mitgliederzahlen und Kriminalstatistiken schaut, sondern vor allem auf die Vernetzung und gesellschaftliche Anschlussfähigkeit des Milieus.

Benedikt Kaiser nimmt in seinem Essay „¡No pasarán!“ die postdeutsche Linke und ihre Selbstradikalisierung in den Blick. Von Heidi Reichinnek bis Jean-Philippe Kindler untersucht er, wie digitale Mobilisierung, die Verjüngung der Linkspartei und der „Kampf gegen rechts“ zusammenwirken.

Wer diese Linke überhaupt wählt, analysiert Daniel Fiß. Sein Befund: Der linke Wählerblock wird nicht einfach größer, sondern neu verteilt. Die Linkspartei gewinnt vor allem auf Kosten von Grünen und SPD und verankert sich stärker in jungen, akademischen und großstädtischen Milieus.

Damit richtet sich der Blick nicht nur auf die radikalen Ränder, sondern auch auf jene gesellschaftlichen und politischen Veränderungen, die dem linken Milieu neue Anhänger und Einflussmöglichkeiten eröffnen.

Weißsein, Schuld und Weltrevolution

Der Schwerpunkt führt auch dorthin, wo die ideologischen Grundlagen dieser Entwicklungen vermittelt werden. Kevin Dorow untersucht in „Weißsein unter Verdacht“, wie Critical Whiteness aus den USA in deutsche Hochschulen, Diversity-Programme und Lehrerfortbildungen gelangte.

Matthias Helferich widmet sich unter dem Titel „Ein Schuldstolz für ganz Europa“ dem Einfluss des Postkolonialismus auf Kunst, Politik und Erinnerungskultur.

Beide Beiträge beschäftigen sich damit, wie politische Begriffe und theoretische Konzepte über akademische und kulturelle Institutionen Eingang in gesellschaftliche Debatten finden. Der Schwerpunkt verbindet so die aktuellen Konflikte innerhalb der Linken mit ihren ideengeschichtlichen und institutionellen Hintergründen.

Die Top 20 der Rechten

Doch FREILICH Nr. 42 richtet den Blick nicht nur auf die politische Linke. Mit einem besonderen Beitrag widmen wir uns auch den Machtverhältnissen innerhalb des rechten und konservativen Lagers.

Wer setzt Themen, wer verfügt über politische Macht und wer liefert die Ideen? Mit unserer Top-20-Rangliste richten wir den Blick auf die einflussreichen Akteure des rechten und konservativen Lagers im deutschsprachigen Raum. Eine sechsköpfige Jury und eine redaktionelle Reichweitenerhebung bilden die Grundlage. Dabei zählen nicht nur Ämter und Follower, sondern auch Vernetzung, Ideenproduktion und die Fähigkeit, Debatten zu prägen. Eine Rangliste, die selbst für Gesprächsstoff sorgen dürfte!

Weitere Themen in FREILICH Nr. 42

Auch jenseits des Schwerpunkts bietet die neue Ausgabe wieder Analysen, Reportagen, Interviews und Kulturbeiträge. Von der Geschichte linker Befreiungsbewegungen über Fragen von Eigentum und Verantwortung bis hin zu internationalen Reportagen und technologischen Entwicklungen reicht das Spektrum.

  • Gert Bachmann verfolgt in „Von Vietnam zur Weltrevolution“ die Geschichte linker Befreiungsmythen und ihrer politischen Wirkung.

  • Infografik „Stammbaum der Linken“ – vom Frühsozialismus bis zum Postkolonialismus.

  • Bruno Wolters fragt in „Homo faber und die Toten“, warum die Rechte in der Erbschaftssteuerdebatte häufig die Denkmuster ihrer Gegner übernimmt – und was Familie, Eigentum und Verantwortung über Generationen hinweg verbindet.

  • Alexander Schleyer reist durch China zwischen Tradition, digitalem Komfort und staatlicher Kontrolle.

  • Jonathan Stumpf erkundet Chicago zwischen Jazzlokalen, Friedhöfen und Wolkenkratzern.

  • Niklas E. Hartmann beschäftigt sich mit dem politischen Manifest von Palantir-Chef Alexander Karp und Nicholas W. Zamiska: Welche Rolle spielen Technologieunternehmen für die Macht und die Zukunft des Westens?

  • Günter Scholdt setzt die Kulturreihe „Deutsche Verse“ fort. Unter dem Titel „Dunkle Zeiten“ geht es diesmal um Krieg, Diktatur, Verfolgung und den Umgang mit der Vergangenheit.

  • Nikolaus Muchitsch erklärt im Interview, weshalb er als FPÖ-Funktionär die Ukraine unterstützt und warum der russische Angriff seinen Blick auf den Konflikt grundlegend verändert hat.

Warum FREILICH?

Politische Entwicklungen lassen sich selten allein anhand der Schlagzeilen verstehen. Wer die Gegenwart begreifen will, muss auch nach den Ideen, Organisationen und gesellschaftlichen Veränderungen fragen, die hinter den sichtbaren Ereignissen stehen.

Genau dort setzt FREILICH an. Wir wollen Zusammenhänge aufzeigen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen und Debatten führen, die über das Tagesaktuelle hinausreichen.

Die neue Ausgabe zeigt, wie sich die politische Linke verändert, welche Konflikte sie prägen und wie ihre Ideen in Politik und Gesellschaft wirken. Zugleich richtet sie mit der Top 20 der Rechten den Blick auf die Akteure, die das konservative und rechte Lager heute bestimmen.

Jetzt FREILICH abonnieren!

Ob die Konflikte innerhalb der Antifa, die ideologischen Grundlagen der neuen Linken oder die einflussreichsten Köpfe des rechten Lagers: FREILICH Nr. 42 „Yalla, Yalla Migrantifa!“ bietet Hintergründe, Analysen und Perspektiven zu den politischen Auseinandersetzungen unserer Zeit.

Wer verstehen will, wie sich politische Milieus verändern, welche Ideen an Einfluss gewinnen und wo neue Konfliktlinien entstehen, findet in unserer neuen Ausgabe zahlreiche Antworten und Denkanstöße.

Sichern Sie sich jetzt FREILICH Nr. 42 und erhalten Sie die neue Ausgabe mit diesen und vielen weiteren Beiträgen direkt nach Hause.

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Die neue Ausgabe ist auch einzeln im FREILICH-Shop erhältlich.

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