Donald Trump gewann die US-Präsidentschaftswahl 2024. Nach der US-Verfassung kann er 2028 jedoch nicht erneut zum Präsidenten gewählt werden. Dies ist das strukturelle Paradoxon, mit dem die amerikanische Rechte in die nächste Phase eintritt: Der Triumphator besitzt ein politisches Erbe, bisher aber keinen designierten Nachfolger. Wer dieses Erbe antritt, entscheidet nicht nur über eine Kandidatur. Er entscheidet auch darüber, ob MAGA ein historischer Bruch war oder nur eine spektakuläre Unterbrechung des politischen Betriebs, die das Establishment am Ende absorbiert. Die Frage „Wer kommt nach Trump?“ mag nach Innenpolitik klingen. Sie ist in Wahrheit eine metapolitische Frage nach Richtung und Selbstverständnis der amerikanischen Rechten. Hinter den Namen verbergen sich Weltbilder, Koalitionen und Interessen, die weit über Washington hinausreichen. Die Antwort, die Amerika gibt, wird auch in Europa spürbar sein.
Wer erbt Amerika? Vance, Rubio und der Kampf um das Erbe des Trumpismus
Der Kampf um Trumps Erbe hat längst begonnen – und entscheidet über die Zukunft der amerikanischen Rechten. Bruno Wolters analysiert den Richtungsstreit zwischen JD Vance, Marco Rubio und der rebellischen MAGA-Flanke.
Von Bruno Wolters

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